Musikstadt (music-town-blog)

6. September 2011

3. Thüringer Bergmannstag in der Musikstadt

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„Glück Auf!“ in der Musik- und Bergbaustadt Sondershausen: Zigtausende Schaulustige feierten Anfang September 2011 zum Abschluss des 3. Thüringer Bergmannstages die rund 2500 Teilnehmer der großen Bergparade durch die Innenstadt der einstigen Kalihochburg. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht konnte dazu gemeinsam mit Helmut Grotsch, dem Vorsitzenden der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine Thüringen e.V. die Abordnungen von 97 Bergmannstraditionsvereine aus ganz Deutschland willkommen heißen.

Thüringen sei Bergmannsland vom der Rhön zum Kyffhäuser und bis ins Vogtland, betonte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht mit Blick auf die lange Geschichte, die Blütezeit, aber auch den Niedergang in einigen Regionen. Aber in Thüringen habe Zukunft Tradition, die Kaliförderung sei in Sondershausen wieder aufgenommen, das Know-how der Umwelttechnologen und Kaliforscher etwa der Salt Technologies AG heute weltweit gefragt. Und wer auf Bergbau setze, der setze auch auf Bergleute, die jetzt etwa in Sondershausen wieder unter Tage ausgebildet würden, lobte die Ministerpräsidentin.

Nicht nur aus vielen Bergbauorten Thüringens waren die Besucher zur Bergparade gekommen, um die Knappen in ihren schmucken Bergmannsuniformen zu feiern . Aus vielen Bergbaustädten hatten die Traditionsvereine auch gleich ihre Bergmannskapellen und Spielmannszüge mitgebracht, insbesondere aus Sachsen, dem Saarland, dem Ruhrgebiet und Niedersachsen.

Bereits am Vorabend hatte ein Bergmännischer Zapfenstreich mit dem Landesbergmusikkorps Sachsen für viel Begeisterung unter des Bergmannsfamilien und Gästen aus Nah und Fern gesorgt. Bergleute, Forscher und die Verttreter von bergmännischen Traditionsvereinen hatte sich während des dreitägigen Bergmannstreffens in Sondershausen auch bei einem großem Symposium mit der Geschichte und den Zukunftschancen des Thüringer Bergbaus beschäftigt.

19. Januar 2011

Nach langer Pause mal wieder

Einsortiert unter: Lucky Sultan,Musikstadt,Neujahr,Sondershausen — luckysultan @ 18:18

Nach langer Pause im Musikstadt-Blog soll dieser nun aber doch sporadisch fortgesetzt werden. Für heute wünschen wir allen Usern oder Besuchern ein gutes, glückliches, friedliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2011…

3. Januar 2010

Mit viel Schnee ins neue Jahr

Einsortiert unter: Feste,Musikstadt,Neujahr,Sondershausen — luckysultan @ 16:24

Mit reichlich Schnee sind wir ins neue Jahr 2010 gestartet.  Der Jahreswechsel in der Musikstadt war eigentlich angenehm. In den üblichen Lokalitäten wurde zünftig oder fein gefeiert. Und mit dem Anbruch des neuen Jahres ließen es viele Leute richtig laut krachen. Und dann war in den ersten Tagen reichlich Schneeschieben angesagt…

26. Dezember 2009

Weihnachten 2009 in der Musikstadt

Einsortiert unter: Uncategorized — luckysultan @ 19:20

6. Juli 2009

Schlossfestspiele: Sommerfrische Ohrwürmer in der Musikstadt

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Sommertheater kann so herzerfrischend sein: Mit der  feschen krachledernen Operetten-Revue „Im Weißen Rössl“ sind die  Schlossfestspiele Sondershausen erfolgreich  in die vierte Saison gestartet.  Leichte Kost, Ferienstimmung, Ohrwürmer und eine gehörige Portion Humor -  dieses Rezept ging mit Ralph Benatzkys Singspiel in der Nordthüringer Musik-  und Residenzstadt voll auf.

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Unter der musikalischen Leitung von Pit Uhden  präsentierte sich ein spielfreudiges, gut eingestimmtes und bestens  aufgelegtes Festspielensemble im Sondershäuser Schlosshof.  Die  Residenzkulisse  taugt dabei trefflich als Rahmen für das launige Lustspiel  mit den allseits bekannten Gassenhauern. Zudem spart die Festspiel-Produktion  des Theaters Nordhausen und des Loh-Orchesters Sondershausen nicht mit  originellen Gags und Überraschungen bei dem alpenländischen Rührstück.

Puschelnde Cheerleaders, ein singendes Männerballett, ein tanzende Kuh und  ein echter Bürgermeister in eben dieser Rolle – dem Sondershäuser „Rössl“  mangelt es nicht an parodistischen Zügen und persiflierenden Momenten. Wenn  sich etwa das Gerücht verbreitet „Der Kaiser kommt“, denkt man heuer  natürlich an den Beckenbauer. Kerstin Weiß (Inszenierung), Ronald Winter  (Bühne), Jutta Wörne (Choreografie)  und Elisabeth Stolze-Bley (Kostüme)  haben originelle karikierende Spitzen und Überzeichnungen in der Operette  verpackt, die einfach Spaß machen und Unterhaltung bieten.

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Gesanglich und mimisch waren die Solisten bei der Premiere gut eingestellt:
Herausragend die Weimarer Sopranistin Juliane Schenk als resolute  Rössl-Wirtin Jospeha oder der bayerische Tenor  Anton-Leiß-Huber als  „verknallter Gockel“ und Zahlkellner Leopold. Dem  Schauspieler Jens  Wassermann, gebürtiger Gothaer, war die Paraderolle des „schönen“ Sigismund  Sülzheimer geradezu leibgeschneidert. Überzeugend auch der Tenor Helmut  Kleinen als mürrischer Frabrikant Giesecke, Thomas Kohl als Kaiser, Tenor  Alec Otto als Jurist Siedler „Rechtsanwalt, aber ehrlich“, Sopranistin  Juliane Fleming als Ottilie oder Schauspielerin Vanessa Rose als lispelndes  Klärchen. Der Nordhäuser Gymnasiast Matthias Kupke gefiel in der Rolle des  Piccolo und die Erfurterin Jessika Rieck war als Jodlerin Zensi zu  vernehmen.

Der Nordhäuser Opernchor, unterstützt von ausgesuchten Chorsängern aus der  Musikstadt, die Ballettkompanie des Theaters Nordhausen und natürlich das  Loh-Orchester machten samt Solisten das Sommerfrische-Kultstück mit flotten  Tanzryhtmen, schrägen Schuhplattlern, schlagerhaften Schnulzen und pfiffigen  Pointen zu einer alles in allem feschen Revue-Operette und zu einem  unterhaltsamen Festspiel-Erlebnis. Locker-leichtes Sommertheater eben, das  aber beim Publikum stehende Ovationen auslöste und Lust auf Mehr im  kommenden Jahr mamcht. Dann gibt es bei den Thüringer Schlossfestspielen  Sondershausen Mozarts „Zauberflöte“.

Hier das Video vom Finale:

3. Mai 2009

„Willkommen im Anderswo“: Christina Rommel heute in der Musikstadt

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Heute um 17 Uhr steigt ein schönes Konzert im Carl-Schröder-Saal der Musikstadt Sondershausen: Christina Rommmel, Sängerin aus Erfurt, macht in der Musikstadt Station.

Rommel-Musik an den ungewöhnlichsten Orten in Deutschland ist schon legendär. Bergwerke, Türme, Klöster, Schlösser oder Konzerte in den Wolken – Christinas Besondere-Orte-Tour lockte unzählige Fans in die verrücktesten Ecken das Landes. „Die Tour wurde fast zum Kult und hat selbst unsere kühnsten Erwartungen übertroffen.

Mittlerweile entdeckt Christina Rommel ihre besonderen Orte aber auch in ganz Europa oder sogar in Übersee. 2007 gastierte die sympathische Sängerin zu fünf Konzerten in New York (u.a. im UN Hauptquartier und zu einem Hausboot-Konzert auf dem Hudson River) und auch 2008 auf ihrer Neuengland-Tour.

Die Thüringerin ist international unterwegs und das mit deutschen Texten und Musik aus eigener Feder. Doch bevor es auch in diesem Jahr im Juli auf USA-Tour geht, wird sie heute im Carl-Schroeder-Saal –unplugged-  in Sondershausen zu erleben  sein. Ich selbst kenne Christina von mehreren Auftritten. In den zurück liegenden Jahren habe ich die Künstlerin regelmäßig beim großen Goethe-Weinfest in Weimar auf der Bühne präsentiert, vorgestellt und interviewt. Und ich war auch bei den Präsentationen ihrer jüngsten Alben dabei. Mein Tipp: Heute das Konzert in Sondershausen nicht verpassen. Veranstaltet wird das Konzert von Fabian Fromm (Skystar Records).

1. April 2009

Zweiter Aufguss in Bendeleben: Musik auch aus dem Werkzeugkasten und mit der Schrotsäge

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In meiner Jugend habe ich mich auch für eine Gruppe begeistert, die einst  in Westdeutschland mit ungewöhnlichen Instrumenten, verrückten Versen und auch mit ein bisschen Klamauk für tolle Stimmung sorgte: Insterburg & Co. . Prominentes Comedy-Überbleibsel aus dieser Formation ist die vom Bildschirm her bekannte „Knalltüte“ Karl Dall. Er gehörte einst zur Gruppe um Ingo Insterburg. Warum ich mich an diese Gruppe erinnere? Nun – in Sondershausen gibt es eine Formation, die sich zwar nicht mit Klamauk und Comedy positioniert, wohl aber mit einem kunterbunten unterhaltsamen Musik-Mix und vor allem auch ungewöhnlichen „Musik“-Instrumenten. Denn wenn hier neben Percussion, Querflöte, Gitarre, Klarinette und Kontrabass auch ein Werkzeugkasten-Xylophon, eine Schrotsäge oder ein Spachtel zum Einsatz kommen, dann ist das ein „Zweiter Aufguss“. So nennt sich nämlich die Musik-Formation aus der Musikstadt Sondershausen. An diesem Sonntag  (5. April) ist die Gruppe ab 17 Uhr live zu erleben – in der berühmten restaurierten Organgerie des Barockdorfes Bendeleben zwischen Sondershausen und Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis (Nordthüringen). Der Titel des Gastspiels  ist dabei Programm. „Aufgebrüht“…

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Für Musikfreunde ist es auf jeden Fall ein Erlebnis der besonderen Art, wenn die Musiker des zweiten Aufgusses ihre seltsamen Instrumente, wie das Werkzeugkasten-Xylophon oder die Schrotsäge auspacken und Lieder aus der ganzen Welt zu Gehör bringen. Man kann erleben, dass man mit Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag wie beispielsweise  einem Spachtel auch musizieren kann oder aus Uhrfedern und einer Nähmaschinenabdeckung selbst ein Instrument bauen kann.
Zum Repertoire gehören Volkslieder, Filmmelodien, genauso Rock und Blues Titel, wobei alle durch eigene Arrangements einen  spezifischen Anstrich erhalten. Auch selbst getextete und komponierte Lieder fehlen im Programm des „Zweiten Aufgusses “ nicht.

Den zweiten Aufguss gibt es seit 2006 als Quartett mit Martin Jahn Trompete, Blockflöte, Schrotsäge und anderen skurrilen Instrumenten. Angela Jahn spielt Akkordeon und Blockflöte, Sabine Großkopf Querflöte und Dieter Großkopf Gitarre, Mandoline und Djembe.  Als Sängerin gesellte sich Susi Wiener bald dazu, die es 2008 in den hohen Norden gezogen hat und eine Lücke hinterließ, die Gritt und Michael Weißenborn mit Klarinette, Gitarre, Posaune, Tröte und Gesang wieder geschlossen haben.  Jonas Konrad Weinrich ist  jüngstes Mitglied der Formation und  spielt den Kontrabass und verschiedene  Perkussioninstrumente wie die Cajón.

Der erste Auftritt unserer Gruppe warübrigens  Juni 2007 auch in der Orangerie Bendeleben anlässlich einer Ausstellungseröffnung von Martin Jahn. Danach folgten Auftritte zum Rolandsfest in Nordhausen 2007  und 2008, zum Residenzfest in Sondershausen, Kunstfest in Nordhausen und viele kleine private Veranstaltungen. Und 5. April ist die Gruppe nun erneut in Bendeleben live zu erleben – ein Grund für einen schönen Ausflug in das Barockdorf am Kyffhäuser, um die sehenswerte Orangerie zu besuchen und um den „Zweiten Aufguss“ zu genießen. Viel Spaß dabei…

Sonntag, 5. April, 17 Uhr, Orangerie Bendeleben

31. März 2009

Major Tom rockte unter Tage – aber in Merkers statt in der Musikstadt

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Peter Schilling hat seinen Ankündigung wahr gemacht und sein großen Bühnenjubiläum unter Tage gefeiert – im Erlebnisbergwerk, in der „Welt des weißen Goldes“. Aber nicht in der Musikstadt Sondershausen, sondern in Merkers nahe Bad Salzungen. Es war ein Superkonzert von knapp 1200 Fans – und ich war dabei, von Peter eingeladen.  Ausführlich habe ich in der TLZ über das Ereignis berichtet, natürlich auch in meinem Backstage-Blog .

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Nach dem Konzert in Merkes gab  es noch ein zwangloses Treffen mit Peter Schilling (Mitte), seiner Band und seinem Team. Mit dabei war auch der Steiger des Erlebnisbergwerkes Merkers, Gunder Krieg. Leider haben wir im Erlebnisbergwerk Glückauf in Sondershausen ja nicht so eine riesige kathedralenartige Halle wie in Merkers. Schade, denn dann könnte man das Konzert mit „Major Tom“ dort auch durchführen. Aber die Location ist zu klein. Kleiner Trost: Vielleicht kommt Peter Schilling mit Band im Herbst zur großen „Traumzeit“ der Zeitungsgruppe Thüringen  in die Erfurter Messehalle. Die Kulisse von knapp 12000 Fans wäre ein toller Rahmen für „Terra Titanic“ und Co.. Ich bin jedenfalls schon dran, das klar zu machen.

24. März 2009

Mit viel Taktgefühl und Freude am Schwof: Tanzkurs in der Musikstadt

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Das kennen Sie bestimmt auch: Sie kommen zu einem Fest, einem Ball vielleicht, und Sie sehen dann Paare auf dem Parkett, die tolle Tanzfiguren zeigen.  Oder Sie wollen im Urlaub das Unterhaltungsprogramm im Hotel-Resort voll genießen und beobachten neidisch, wie Tanzlustige mit tollen Drehungen und routiniertem Schwung eine „kesse Sohle“ aus Parkett legen. Jaja, die eigene Tanzstunde aus der Jugendzeit liegt mächtig lange zurück. Eigentlich wäre da jetzt eine tänzerische „Runderneuerung“ fällig, oder? Genau das haben wir – meine Frau und ich – gemacht. Und uns zu einem Tanzkurs für Erwachsene in der Musikstadt angemeldet. Das gibt es wirklich! Für Nachahmer empfohlen! Übrigens: Sonntag war Abschlussball. Zwar nicht in Sondershausen, sondern in Schlotheim. Eine tolle Sache. Und am kommenden Sonntag geht es schon weiter – Programm für Fortgeschrittene. Wieder in Sondershausen. Und neue Anfängerkurse für Erwachsene wird es hier auch geben…

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So – hier ist nun unser Tanzkurs (fast vollzählig) versammelt – zum Gruppenfoto aufgestellt am Rande des Abschlussballs in der Seilerhalle in Schlotheim. Die Dame in Rot in der Mitte ist unsere Tanzlehrerin. Sie hat uns den richtigen Schwung beigebracht, so konnten wir beim Abschlussball doch recht ordentlich die meisten Tänze im mehr als fünfstündigen Programm absolvieren. Naja – ein bisschen neidisch haben wir schon auf die fortgeschrittenen Tanzpaare geschaut, die natürlich routinierter, eleganter und mit sehr viel mehr „Tanzfiguren“ auf dem Parkett glänzten. Aber wir haben uns wacker behauptet. Vor allem war es kein Stress, sondern hat richtig Spaß gemacht. Weshalb wir auch gleich mit anderen Paaren aus unserem Kurs den Fortgeschrittenenkurs anschließen.

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10 Stunden umfasst so ein Grundkurs, bei dem wir eine Menge gelernt haben. Gelernt haben wir den langsamen und schnellen Blues, den langsamen Walzer, den Wiener Walzer, Discofox, Jive, Quickstep, Cha-Cha-Cha und als „Squaredance“ den Bus-Stop. Die Tanzstunden waren (und sind) immer ganz locker und leger. Übungsort war der Saal von „Juventas“ (und einmal der Gasthaussaal in Oberspier als Ausweichquartier), eine ideale Location. Der Grundkurs (immer sonntags nachmittags) geht recht schnell vorbei – leider. Und am Ende ist dann Abschlussball – mit Programm. Etwa ausgezeichneten Tanzvorführungen hochkarätiger Tanzpaare (Bild ganz vorn). Auf meiner Homepage gibt es auch eine Fotonachlese zum Kurs und zum Abschlussball.

Übrigens: Bereits am 29. März steigt der nächste Anfängerkurs in Sondershausen, auch der Fortgeschrittenenkurs. Beises sonntags im Juventas-Saal (Güntherstraße). Es soll auch noch am folgenden Montag einen weiteren Anfängerkurs für Erwachsene geben (30. März). und der Schüler-Kurs findet mittwochs statt. Wer mehr wissen möchte, der schaut einfach auf die aktualisierte Homepage unserer Tanzstunde – das ist die „Tanzschule Lindemann“, hier geht es zur Homepage. Und wer direkte Fragen hat, der ruft einfach an unter 0151-10477310. Vielleicht sehen wir uns dann ja bei einem der künftigen Tanztreffs der Tanzschule Lindemann in Nordthüringen, denn Kurse werden sowohl im Unstrut-Hainich-Kreis (Mühlhausen), in Nordhausen (Werther), Bad Frankenhausen  als auch in Sondershausen angeboten. Und weil es uns so gut gefallen hat, geben wir diesen Tipp auch weiter…

5. März 2009

Irre, einige Narren machen nach Aschermittwoch locker weiter

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Klar doch, wer die Stimmung beim traditionellen Rosenmontagsumzug  (Bild) erlebt hat, kommt gerne auf die Idee, das könne doch lange so weitergehen. Wer sich auf Karneval oder Fasching einlässt, der hat mental sicher Spass daran, auch losgelöst von den tollen Tagen das närrische Treiben zu pflegen. ABER: die ganz große Masse der organisierten Narren, also derjenigen, die dieses aktiv gestalten, feiert Karneval in der überlieferten Tradition – nämlich zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch.

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So mancher Gastronom oder Veranstalter gerät naturgemäß ins Schwärmen, wenn er denn den gefüllten Marktplatz Sondershausen zum Ende des Rosenmontagszuges (Bild aus 2009) sieht und an ein mögliches Geschäft denkt . Das soll ja auch jeder gerne machen, aber bitte während der tollen Tage.  Nicht nur in Nordthüringen (allerdings nur einigen wenigen Orten) auch in anderen region, etwa in Neustadt/Orla, geht es erst nach Aschermittwoch närrisch los – nein weiter. In Neustadt etwa macht der dort ansässige große Karnevalsverein gleich drei närrische Galas an den März-Sonnabenden und anschließend noch ein Garde-Gand-Prix. Und das seit einigen Jahrzehnten. Aus kommerziellen Gründen versteht sich, weil schon zu DDR-Zeiten die Busse mit den geselligen Gästen gerne zu den Veranstaltungen in der Neustädteer Narhalla kamen, wo nur deshalb ein solches Programm nach Aschermittwoch geboten wurde, weil während der „normalen“ Faschingszeit das Publikumsecho wegen der großen Konkurrenz anderer Veranstaltung (und auch wegen der Frauentagsfeiern) zu groß war. Streng genommen hat also diese Art der Feierei in Neustadt/Orla Tradition. Deswaegen gab es auch Ärger mit dem Landesverabdn Thüringer Karnevalsvereine und dem Bund Deutscher Karneval. Dort ist nämlich satzungs- und charta-mäßig festgelegt, dass Karneval nur in der bekannten historischen Zeit zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch gestattet ist. Und die Mitgliedsvereine müssen sich dran halten, sonst droht der Verlust der steuermäßigen Begünstigung ihrer Veranstaltung und Einnahmen. Die Duhlendorfer Narren aus Neustadt sind mittlerweile aus dem Landesverabdn und damit aus dem BDK ausgetreten und haben sich der Föderation Europäischer Narren (FEN) angeschlossen. Grund: Die FEN-Satzung ist liberaler, weil europäischer, berücksichtigt auch regionale Bbesonderheiten  und Traditionen. Danach würde wohl die Fortführung der närrischen Tradition aus DDR-Zeiten akzeptiert werden…

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Und was sage ich als aktiver Narr (Bild / aktuell 2009 in der Bütt der Jubiläumssitzung der Gothaer Karnevals Gemeinschaft GKG) dazu. Neustadt ist für mich – zugegeben – ein Grenzfall. Tendenziell bin ich dafür, dass ab Aschermittwoch „Schluss mit Lustig“ im Sinne der Karnevalisten ist. Denn selbst wenn man nicht christlich gebunden bzw. orientiert ist – denn die Zeiten der so genannten 5. Jahreszeit haben überall eben diesen religiösen-historischen Hintergrund, der in Deutschland von der ganz großen Masse der organisierten Narren respektiert und gepflegt wird. Es geht um Brauchtumspflege. Verstoßen Vereine dagegen, dann können sie die Steuervergünstigungen verlieren, die so wichtig für die Vereinseinnahmen aus den Veranstaltungen sind.

Warum ich das eigentlich hier erzähle? Nun – eine Woche nach dem finalen Karnevalswochenende und damit nach Aschermittwoch wurde in der „Wipperperle“ zu den „Highlights des Karnevals“ mit Beteiligung zahlreicher Aktiven aus den organisierten Vereinen eingeladen und gefeiert. Veranstaltungen darf man organisieren, wie man lustig ist, keine Frage. Aber die Aktiven, die sich zum offiziellen Karneval bekennen und dort organisiert sind, dürfen da eigentlich nicht mitmachen, zumindest nicht in ihren offiziellen Kostümen, sprich Gardeuniformen, Ornat etc..  Das alles gehört nämlich nach Aschermittwoch in die Narrenkiste – bis 11.11..

Ich gönne allen ihren Spaß, ihre Lebensfreude. Wer aber nach Aschermittwoch Karnevalsveranstaltungen durchführt, darf als Veranstalter nicht die Steuervergünstigungen dabei in Anspruch nehmen, die wegen der Brauchtumspflege für die organiserten Karnevalsvereine gelten. Das gilt auch für die GEMA-Gebühren. Denn nach Aschermittwoch sind solche Veranstaltungen ganz normale gesellige kommerzielle Veranstaltungen, nennen wir es mal Comedy der alten närrischen Art…

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Da halte ich mich mit meinen närrischen Weggefährten im Karnevalsverein (Hier Aktive des SCC Gelb-Weiß Sondershausen-Stockhausen) und auch in den Verbänden dann doch an gewissen Brauchtums-Regeln. Und bleibe dabei, dass ab Aschermittwoch der Karneval bis zum 11.11. Ruhezeit hat – und trotzdem nicht „Schluss mit Lustig“ sein muss. Einfach in einem Karnevalsverein oder in einem Faschingsclub engagieren, mitmachen,  da ist auch außerhalb der Session Spaß angesagt, aber auch ein bisschen Mitarbeit, denndie schönen Karnevalssitzungen bedürfen monatelanger emsiger Vorbereitung. Ich weiß, wovon ich spreche. Ich bin nämlich aktiv dabei…

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