Musikstadt (music-town-blog)

22. April 2008

Topmodel aus Rottleben tauft schwimmende Kussmund-Schönheit

Gespeichert unter: Kreuzfahrten, Prominente, Reisen, Schönheiten — luckysultan @ 22:34
Tags: , , , , ,

Eine wirklich attraktive wie prominente Taufpatin hat sich Michael Thamm, der Präsident des Kreuzfahrt-Unternehmen AIDA Cruises in Rostock, für die Taufe des jüngsten Clubschiffes der Flotte ausgesucht: Topmodel Vera Pattberg tauft an diesem Mittwoch in Warnemünde die AIDAbella, eine luxuriöse schwimmende “Kussmund-Schönheit”.

Da ist natürlich  am 23. April richtig “großer Bahnhof” am Liegeplatz Pier 7 in Warnemünde angesagt. Schon mittags steigt ein riesiges Volksfest, denn Tausende Menschen aus Rostock und der Region wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Ob Vera Pattberg -  die ja  aus  der Nachbarschaft unserer Musikstadt, nämlich aus  Rottleben stammt -  dann nachdem sie am Mittwochabend eine riesige Champagnerflasche am Rumpf der neuen Clubschiffes hat zerschellen lassen am nächsten Tag auch die Jungfernfahrt des Schiffes nach Bergen, Oslo, Göteborg und Kopenhagen mitmacht, weiß ich leider nicht, aber wir werden es wohl erfahren…

Mehr zur Taufe der “schwimmenden Kussmund-Schönheit” (und natürlich Fotos) habe ich in meinem Backstage-Blog auf der TLZ-Homepage hinterlegt….

14. April 2008

Rentner an die Macht…

Es ist wohl mindestens schon zwei Jahrzehnte her, dass Herbert Grönemeyer seinen Erfolgssong “Kinder an die Macht” auf den Markt brachte. Inhaltlich ist das natürlich nach wie vor eine gute Botschaft, doch an den aktuellen Schlagzeilen in der Presse und der demografischen Entwicklung kommt ja niemand vorbei. Da wird sogar Angst geschürt, was ich für überzogen und falsch halte. “Rentner an die Macht” - warum eigentlich nicht. Und überhaupt, wieso schließt eine solche These eigentlich die junge Generation aus? In der Musikstadt wird schon eine geraume Zeit über dieses Thema diskutiert - oder besser: getuschelt…

Und das nicht erst seit Demografiesymposien und den Ideen für das Mehrgenerationenhaus im entstehenden Bürgerzentrum der Ruine Cruciskirche. Natürlich machen sich jüngere Menschen Sorgen über die Zukunft der Musikstadt. Zumal, wenn sie in der Region keinen gescheiten Arbeitsplatz bekommen. Noch nicht, denn dieses Szenario dürfte schon bald Geschichte sein. Dann wird man auch hier händeringend um junge Kräfte buhlen.

Und weil das genau kommen dürfte, sollten sich Betriebe, Vereine und vor allem die politischen Organisationen rechtzeitig darauf einstellen. Konkret: Wenn weniger junge Menschen für Stellen zur Verfügung stehen, wird man aus reinem “Überlebenstrieb” um eben diese “kämpfen”. Was aber nicht bedeutet, dass alle junge Menschen eben die Ausbildung für den Job haben, der künftig gebraucht wird. Es kommt zu “Anpassungsprozessen”. Und was etwa Hausbesitzer und Vermieter angeht, die werden verstärkt wetteifern, um junge Leute “in die Hütte” zu bekommen, solche, die auch mal schnell und unbürokratisch zupacken können. Und genau diesen jungen Menschen werden das erkennen, ihren “Marktwert” nämlich. Sie müssen also nicht bange sein.

Heute haben viele ältere Menschen Angst davor, abgeschoben zu sein, nicht mehr gebraucht zu werden. Und diese Ängste sind ja aktuell auch NOCH berechtigt. Weil die ältere Generation ihre zunehmende und künftige “Machtposition” noch nicht erkannt hat oder begreifen will. Zugegeben, wer “verbraucht”, abgearbeitet und vielleicht auch krank ist, der möchte im fortgeschrittenen Alter einfach etwas Ruhe und auch Zuwendung haben.

Aber wer noch gut drauf ist (oder sein möchte), der soll und arf das bitte auch zeigen. Wenn gerade die Senioren (oder jene, die das künftig werden) nicht mobilisiert, aktiviert werden, dann hat unsere Gesellschaft schlechte Karten. Vereine und Verbände, die gerade rüstigen Senioren Chancen zur Betätigung geben, diese aktiv einbinden, ihr Know how nutzen, so dazu beitragen, dass sich ältere Menschen willkommen, ja dringend gebraucht vorkommen, werden bei diesen Entwicklung gewinnen - an Mitgliedern und an Einfluss.

Irgendwann werden unsere betagten Mitbürger begreifen, dass es ein Fülle von Aufgaben und Herausforderungen gibt, wo sie noch gebraucht werden, wo sie sich sogar noch profilieren können. Sie werden dann aktiver als heute bemüht sein, ihr Umfeld - Freizeit, Politik, gegenseitige Hilfe - mitzugestalten. Natürlich ist das eine Macht, aber sie ist aufbauend-konstruktiv. Auch aus einer gewissen Not heraus werden sich ältere Menschen organisieren, aber nicht gegen die Jugend, sondern für sich selbst, für die Gestaltung ihrer Freizeit, für die Hilfe untereinander etc. etc. Weil nämlich der Ruf nach Hilfe und Unterstützung sonst immer weniger gehört wird. Ich bin überzeugt davon, dass die künftigen Senioren (und die von heute, die das wollen) das “Kind schon schaukeln werden”. Allerdings wird das mit immer weniger Staat passieren, stattdessen immer mehr Eigeninitiative und Selbsthilfe gefragt sein. Und ich glaube, das das genau eine Chance ist…

6. April 2008

13. Sondershäuser Kneipennacht…

Ob nun latino-mäßig wie mit “Tres Gitanos” (Bild) im Bowling- & Kegelcentrum Sondershausen mehr rockig, bluesig oder einfach gut-gelaunt: die 13. Sondershäuser Kneipennacht war ein Angebot, das reichlich genutzt wurde. Auch wenn es schon Kneipennächte gab, bei denen mehr los war. Doch es gibt ja nicht so viele Ereignisse in der Musikstadt, die eine Menge Leute auf die Feiermeile treibt. Der kostenlose Busshuttle wurde jedenfalls eifrig genutzt.

Größter Anziehungspunkt war wie immer das Klubhaus Stock’sen, wo bis in die frühen Morgenstunden die Coverrock-Formation “Hella Donna” das Publikum rockte (Bild). Bei der Band aus Plauen ging richtig gut die Post ab.

Das Zentrum des Kneipennacht war die Stadtmitte. Im griechischen Restaurant Syrtakiam Markt servierte “Musica Athena” griechische Folklore. Auch Bürgermeister Joachim Kreyer und seine Frau (Bild) ließen sich dort nach der Eröffnung der Ronald Paris-Ausstellung im Marstall gesellig und gut gelaunt einstimmen. Viele wärmten sic h auch mit einem oder gleich mehreren Ouzos im Syrtaki auf.

In der Posthalterei Hartlep ließen es die “Sticky Fingers” (Bild) kräftig krachen. Rock und Pop gab es dort von den Musikern auf die Ohren der Zuhörer und Kneipengänger ganz unterschiedlichen Alters. Vor allem Blues-Töne und Improvisationen wurden im “Erbprinzen” von “Wolle & Friends” angestimmt, aber auch “Los Scarlett’os” stießen im “Ratskeller” auf ein zufriedenes Publikum. Die Lady-Rocker hatten ja auch einen respektablen Sound. Alles in allem eine doch recht passable Kneipennacht, bei der sogar das Wetter einigermaßen mitspielte, jedenfalls setze der Regen erst im Laufe der Nacht ein…

Sondershausen könnte schon bald “Ronald Paris-Stadt” werden

Für die Musikstadt Sondershausen ist Ronald Paris ein “großer Sohn” und der auf dem besten Wege, das Residenzstädtchen im nordthüringischen Kyffhäuserkreis mit seinem - wenn auch inoffiziellen - Namensprädikat zu schmücken: Sondershausen als “Ronald Paris-Stadt”. Im Marstall des Sondershäuser Schlosses ist seit Sonnabend eine große Ausstellung mit 70 Werken aus verschiedenen Schaffensphasen des Malers und Grafikers zu sehen. Bis zum 29. Mai 2008, dann wandert die Ausstellung ‘Ronald Paris - Lob des Realismus - Retrospektive 2008′ den Sommer über nach Schwerin, im Herbst dann nach Potsdam. Das mit der “Ronald Paris-Stadt” aber könnte sich einfach so weiter entwickeln…

Ronald Paris freut sich, dass er in seiner Geburtsstadt Sonderhausen diese Hommage-Ausstellung bekommen hat. Die Sparkassen-Kunststiftung des Kyffhäuserkreises, die Stadt Sondershausen und zahlreiche Sponsoren, darunter Gazprom Germania, haben das ermöglicht. Man sollte nicht vom Lebenswerk Ronald Paris’ sprechen, denn das dürfte noch lange nicht komplett sein. Und angesichts von rund 5000 geschaffenen Werken, darunter viele Wandbilder, ist es auch kaum denkbar, ein solches Lebenswerk in einer allumfassenden Ausstellung zu dokumentieren.

Die Ausstellung ist quasi ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk für den Künstler, der am 12. August 75 Jahre alt wird. Seit 1985 lebt er zwar in Rangsdorf bei Berlin, doch Paris ist immer ein Sondershäuser geblieben, besucht relativ oft die Musikstadt, in der er bereits so einige künstlerische Spuren hinterlassen hat. Nicht nur, dass einige seiner Gemälde in Sondershausen auch unabhängig von der “Retrospektive” zu bewundern sind. Oder das Tryptichon in der Sondershäuser Stadtkirche St. Trinitatis, ebendort, wor Ronald Paris einst getauft wurde.

Der Künstler würde gerne eine große Glas- oder Kirchenfenstermalerei seinem bisherigen Lebenswerk hinzufügen, etwa in der Cruziskirche der Musikstadt. Eine Vision, die wohl schon länger im Kopf ist. Die Cruziskirche ist eine Ruine und das ehemalige Gotteshaus soll zu einem Bürger- und Begegnungszentrum gestaltet werden. Es könnte auch eine starke Kunstkomponente hinzukommen. Nun ist Paris ja eigentlich ein “klassischer” Wandmaler, aber er hat er ist vom Ursprung her eben auch gelernter Kunstglaser und Glasmaler, und die Kunstglaserei Kraus In Weimar, wo er einst (19150) eine Lehre absolvierte, gibt es noch. Da könne er gleich anfangen, verriet er zur Ausstellungseröffnung in Sondershausen.

Ronald Paris ist nicht ein Maler, der sich in seine Kunst weltabgewandt zurückzieht. Er ist ein Mensch, der sich mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzt. Man sagt, er sei auch zu DDR-Zeiten des öfteren unbequem und kritisch gewesen. Obwohl er der DDR ja auch mit zahlreichen Auftragswerken gedient hat. Andererseits gab es da eine gewisse Nähe zu Biermann und Havemann - ein Spannungsverhältnis, welches sich auch künstlerisch niedergeschlagen hat.

Einige seiner Werke haben auch noch Jahrzehnte nach dem Entstehen eine geradezu entwaffnende Aktualität: “Gewalt - Traum des Söldners” ist eigentlich eine bittere Anklage, und sie könnte angesichts der Auseinandersetzungen im Irak heute nicht anders ins Bild gerückt werden. Es gibt Leute, die sagen, Paris sei in einigen Bildern seiner Zeit schon immer weit voraus gewesen. Vielleicht ist das der Reiz, die besondere Faszination vieler seiner Bilder, in denen sich auch so manche aktuelle Frage widerspiegelt. Und manchmal holt einen selbst die Geschichte auch einfach ein - “Lob des Kommunismus” titelt ein Wandbild des ehemaligen Hauptamtes für Statistik der DDR in Berlin. Baulich bedingt droht diesem Werk die Abrissbirne, der Zahn der Zeit nagt auch an der Kunst. Doch das “Lob des Realismus” - Titel der aktuellen Ausstellung - dürfte vielleicht der Ansporn dafür sein, in der Musikstadt quasi dem Künstler eine Lebenswerk-Ausstellung zu gönnen, die sowohl eine überaus reizvolle Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Historie sein kann als auch ein ganz “einfacher” künstlerischer Impuls mit touristisch-kultureller Anziehungswirkung für die Musikstadt werden könnte. Wünschenswert allemal!

31. März 2008

Eine gute Botschaft aus Kinderhand…

In Zeiten, in denen sich Menschen beschimpfen und verachten, in denen zu viel Hass regiert oder verbreitet wird, sollte man sich vielleicht auf diese Botschaft aus Kinderhand besinnen….

wikinwelt2.jpg

Eine Wandzeichnung in unserer Musikstadt! Eine, auf die man stolz sein darf!

23. März 2008

Fröhliche Ostern im Schnee

Gespeichert unter: Musikstadt, Ostern, Sondershausen, Winter — luckysultan @ 10:37

Und das soll Ostern sein? Regen und über Nacht eine fette Schneedecke - zumindest hier in Sondershausen…

osterhol08.jpg

19. März 2008

Lob des Realismus: Ronald Paris - Retrospektive 2008

Anläßlich des 75. Geburtstages des Malers und Graphikers Ronald Paris findet im Jahr 2008 eine repräsentative Ausstellung seines bisherigen Lebenswerkes statt. Gezeigt werden 70 Hauptwerke aus allen Schaffensphasen des Künstlers, darunter solche seinerzeit umstrittenen Bilder wie das Wartenberg-Triptychon (1961) und die Porträts von Wolfgang Heise (1967) und Ernst Busch (1972).
Die Ausstellung wird zuerst in Sondershausen (Marstall, 5. April bis 29. Mai 200 8) gezeigt. Anschließend wird sie in Schwerin (Schleswig-Holstein-Haus, 6. Juni bis 3. August 200 8) und in Potsdam im Haus der Brandenburgisch - Preußischen Geschichte ( 5. September bis 26. Oktober 200 8) zu sehen sein.

Ein etwa 250seitiger Katalog wird die Ausstellung begleiten. Das Vorwort hat Wolfgang Thiersegeschrieben. Namhafte Kunsthistoriker und Kenner des Werkes von Ronald Paris wie Peter H. Feist, Erhard Frommhold, Peter Arlt, Jens Semrau, Klaus Tiedemann, Gerd-Helge Vogel, Fritz Jacobi und Norbert Krenzlin haben weitere Beiträge geschrieben. Träger des Gesamtprojekts ist die Sparkassen - Kunststiftung für den Kyffhäuserkreis in Sondershausen/Thüringen. Kuratoren des Projektes sind der Kunsthistoriker Prof. Dr. Peter Betthausen und Ulrike Hager.

Ronald Paris wurde am 12. August 1933 im thüringischen Sondershausen geboren. In Weimar, Jena und Gotha ging er zur Schule und tat die ersten Schritte auf seinem Weg zum Künstler. Dieser führte ihn 1953 zunächst an die Kunsthochschule in Berlin-Weißensee zum Studium der Wandmalerei. Deren traditionelle Affinität zu den großen Themen der Mythologie, Literatur und Geschichte kam dem in der geistigen Welt der Weimarer Klassik aufgewachsenen Ronald Paris besonders entgegen. Sie wurde zum Fundament seines gesamten Schaffens.
Künstlerisch gleichwertig steht neben den Wandbildern der sechziger, siebziger und achtziger Jahre im ehemaligen Hauptamt für Statistik in Berlin (1969/70), in einem Wohngebiet in Rostock-Evershagen (1975), im Leipziger Gewandhaus (197 8) oder im Schwedter Theater (1978-82) die Vielfalt der Staffeleimalerei und der Graphik. Vorzugsweise auf diesen Feldern der bildenden Kunst entfaltete sich der “expressive Realist” Paris. Für ihn ist die sichtbare Welt die wichtigste Inspirationsquelle geblieben, der Dreh- und Angelpunkt seines Wirkens als Porträtist und vor allem als
Landschaftsmaler.

Ronald Paris lebte und arbeitete als freischaffender Maler zunächst inBerlin und dann, seit 1975, in Rostock. 1985 siedelte er nach Rangsdorf bei Berlin über, wo er noch immer ansässig ist. Von 1993 bis 1999 wirkte der Künstler als Lehrer für Malerei an der Hochschule für Kunst und Design (Burg Giebichenstein) in Halle. In seinem brandenburgischen Refugium malte Ronald Paris in den letzten Jahren vor allem formal ausgereifte, wirklichkeitsgesättigte Ölgemälde und Gouachen mit deutschen, europäischen und auch indischen Landschaften.
Werke von Ronald Paris befinden sich in der Nationalgalerie Berlin, im Staatlichen Museum Schwerin, im Museum der Bildenden Künste Leipzig, in der Kunstsammlung Neubrandenburg, in der Kunsthalle Rostock, im Angermuseum Erfurt, in der Galerie Neue Meister Dresden, im Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder, in den Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus und im Schlossmuseum Sondershausen sowie in zahlreichen Privatsammlungen.

Fette Osterfeuer in der Musikstadt

Nachdem in den vergangenen Tagen schon wieder (zu) viel in einigen Gärten verbrannt und so die Luft ziemlich oft “verpestet” wurde, stehen jetzt zum Osterfest wieder die beliebten Osterfeuer-Treffs in der Musikstadt Sondershausen an.

Vereine, die freiwilligen Feuerwehren und Privatpersonen haben bereits einige ansehnliche Osterfeuerhaufen vorbereitet. Durch die Eingemeindungen einiger Ortschaften in jüngster Zeit sind in den neuen Sondershäuser Ortsteilen nun auch lokale Feuer dieses Brauchtums dazugekommen. Die Stadtverwaltung hat wieder einige offizielle Osterfeuer genehmigt.

Das größte Osterfeuer dürfte wohl wieder am Ostersonntag in Stockhausen im Bereich Marienhall nahe des Teiches an der “Stillen Liebe” abgebrannt werden. Dort wird auch wieder für Musik und die gastronomische Versorgung gesorgt. Am Ostersonntag brennen zudem auch noch Osterfeuer in den Stadtteilen Bebra - nämlich am Totenberg - und Jechaburg (im Bereich des alten Sportplatzes).

Bereits am Ostersamstag, also am 22. März, sollen weitere Osterfeuer in Jecha unterhalb des Kohlberges, auf dem Possen, im Östertal nahe der Straße des Friedens und des ehemaligen Lidl-Parkplatzes sowie in Berka gegenüber der Festwiese entzündet werden. Osterfeuer gibt es an dem Sonnabend auch in Oberspier,  Großfurra, Schernberg, Großberndten, Kleinberndten, in Immenrode oder in Himmelsberg.

Angesichts des gerade wieder eingesetzten Schneetreibens sollten die Veranstalter wohl noch reichlich Glühwein ordern, damit die geselligen “Osterhasen” am Ende nicht erfrieren…

16. Internationaler Meisterkurs für Violoncello und Kammermusik

Die Erfolgsgeschichte der Sondershäuser Meisterkurse wird fortgeschrieben: Nach dem Jubiläum im vergangenen Jahr startet Prof. Klauf Storck mit seiner rechten Hand Yasuko Ogata und den Dozentinnen Aya Ishihara und Masayo Hosomi am 22. März mit dem 16. Internationalen Meisterkurs. Bis zum 29. März werden Teilnehmer aus Taiwan, Deutschland, Japan und Polen dann in der Landesmusikakademie Sondershausen und den Räumen der Musikschule “Carl Schroeder” - die Kreismusikschule “Carl Schroeder” feiert übrigens Anfang April mit einer Festwoche das 125-jährige Bestehen - arbeiten und ihr Können in öffentlichen Konzerten unter Beweis stellen.

Die Landesmusikakademie dankt besonders den Förderern, den Sponsoren, denn die Sondershäuser haben auch in diesem Jahr wieder bewiesen, wie wichtig ihnen der jährliche Meisterkurs ist. Ob Nachfragen von Privatpersonen, ob sie wieder einen Meisterschüler bei sich aufnehmen können, Angebote, die Übernachtung eines Meisterschülers zu finanzieren oder das jährliche Stipendium des Rotary-Clubs - all das unterstreicht das rege Interesse an den jungen Besuchern und Musiktalenten aus aller Welt.

Als öffentliche Konzerte sind angesagt:
Das Dozentenkonzert am Samstag, 22. März 2008, 19.00 Uhr, Blauer Saal, Eintritt 8 €.
Ein Teilnehmerkonzert am Mittwoch, 26. März 2008, 19.00 Uhr, Blauer Saal, Eintritt 6 €
Abschlusskonzert am Samstag, 29. März 2008, 17.00 Uhr, Blauer Saal, Eintritt 8 €

17. März 2008

Matthäus Passion und ein ungewöhnliche Anteilnahme

Es war ein trauriger Anlass und ein bewegender Abschied. Hunderte junge Menschen nahmen Anteil am Tod eines Menschen, der im Alter von 24 Jahren aus ihrer Mitte gerissen wurde: Matthäus. Der war zu Lebzeiten oft Mittelpunkt in ihrer Clique gewesen, wurde in der Trauerrede erinnert. Jedenfalls erlebte die Musikstadt eine merkwürdige Form der Solidarität, eine außergewöhnliche Anteilnahme. Matthäus war wenige Tage zuvor gestorben - unter noch nicht geklärten Umständen, denn am Vorabend seines Todes war der 24-Jährige noch in eine kleine Schlägerei in Stocksen verwickelt gewesen, wo die junge Generation der Musikstadt ihre meisten Musikevents erlebt und ihre Parties feiert…

In der kleinen Stadt im Kyffhäuserkreis wurde und wird in diesen Tagen viel spekuliert und getuschelt. was denn da wirklich passiert sei? Warum diese ungewöhnliche Anteilnahme - Autocorso durch die Musikstadt, die riesige Anteilnahme und immer wieder Fragen nach dem Warum. Die örtliche Tageszeitung stellt sogar eine Bildergalerie mit mehr als 100 Fotos von der Trauerfeier und der Beerdigung ins Web. Anteilnahme auch per Mouse-Click? Da scheiden sich die Geister. Denn die Beerdigung war keine Show-Veranstaltung, keine Inszenierung. das war gelebte Anteilnahme, Solidarität, vielleicht auch die kollektive Verarbeitung eines Schocks. Im Internet gibt es auch ein Party-Forum, wo sich hunderte vor allem junger Menschen im Web tummeln, austauschen, posten, wo es was zu feiern oder zu beklagen gibt. Wo man sich über automobile Pferdestärken und die Musikszene auslässt. Dort ist der Tod des 24-Jährigen aber kein Thema, oder wurde diese “Matthäus-Passion” von den Administratoren gestoppt und gestrichen? Auch das wirft Fragen auf.

Matthäus soll in der jungen Szene, in der “Clique”, wie die Tageszeitung berichtet, recht beliebt gewesen sein. Lebenslustig, kein Kind von Traurigkeit, Leidenschaft für schnelle Autos, eine Stütze in der Familie und der Mittelpunkt in der Clique. Junge Menschen nehmen auf ihre Art Abschied, wenn es denn sein muss. Riesige Anteilnahme auf dem Friedhof, Trauerkonvoi durch die Musikstadt. Die Erinnerungen bleiben. Auch einige offene Fragen…

Bloggen Sie auf WordPress.com.