Auf dem Marktplatz in Sondershausen unterhalb des Schlosses ist Weinfest angesagt. Zum Auftakt gab es Dixieland-Musik aus Weimar: “Brass up” (Bild) spielte auf – das ist Bernd Forkel mit seiner Truppe. Eigentlich könnten es noch einige Weinstände mehr sein, aber dafür müssten die Veranstalter dann das Fest vielleicht auch noch auf den Sonntag ausdehnen. Denn für einige Winzer scheint der Aufwand zu groß, nur am Freitagabend und dann den ganzen Sonnabend den Stand offen zu halten. Obwohl bei gutem Wetter wirklich guter Umsatz läuft, wie ich von Beteiligten weiß.
Seit Jahren schon mit dabei beim Sondershäuser Weinfest ist das Weingut Gebr. Bauer aus Sponheim an der Nahe. Sponheim liegt in der Nähe von Bad Kreuznach, eine schöne Gegend. Die Weine des Weingutes Bauer wachsen auf der Großlage Rosengarten. Mit Ferdie und Mario Bauer (Bild) bin ich seit vielen Jahren befreundet, denn sie kommen auch seit beinahe 20 Jahren regelmäßig zum Goethe-Weinfest nach Weimar. Und die Weine, die bei den Bauers hergestellt sind nicht nur wirklich gut, sondern auch noch bezahlbar weil recht preiswert. Das Sortiment ist ziemlich umfassend: Riesling, Grauburgunder, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Bacchus, Ortega, Würzer und Kerner bei den Weißweinen; Dornfelder, Spätburgunder, Merlot, Blauer Portugieser und Dunkelfelder bei den Roten. Und der Winzersekt (Riesling oder Scheurebe) ist super. Einfach probieren, dafür sind Weinfeste ja da. Meine persönlichen Favoriten sind der Weißburgunder und der Grauburgunder (beide trocken) und der rassige Dunkelfelder…
Hier stoßen gerade Landrat Peter Hengstermann und dessen Frau mit meiner Frau und unserem Junior mit einem guten Bauer-Schoppen beim Sondershäuser Weinfest an. Neben den Nahe-Weinen gibt es auch Rebensäfte aus anderen Anbaugebieten. Am Sonnabend ist dann buntes Markttreiben in der Fußgängerzone angesagt. Der Werbering als Veranstalter des Weinfestes sorgt für einige Überraschungen. Am heutigen Sonnabend spiele u. a. das Polizeimusikkorps Thüringen, die Seilerstädter Musikanten, die “Salzataler”, die Formation “Spätlese” und die “Gangsters of Paradise”.
Wermutstropfen am Rande: Die Veranstalter wurden von ortsansässigen Gastronomen bedrängt, auch Bierstände beim Weinfest zuzulassen. Das hat der Werbering mit richtigem Augenmaß mehrheitlich abgelehnt. Die Entscheidung war richtig. Denn alle Weinfest-Veranstalter wissen, dass Bierstände jedes Weinfest “kaputt machen”. Dann ist das kein Weinfest mehr, dann kreisen die Plastebecher usw.. Danke – Heiner Groß-Klußmann und der Werbering, das habt Ihr richtig entschieden. Nun gibt es ein Bierfest eine Woche später. Ist doch gut so, dann ist die Musikstadt um eine gesellige Veranstaltung reicher und alle kommen auf ihre Kosten…


