Musikstadt (music-town-blog)

10. September 2008

Musik und Toleranz: Chorjugend setzt ein Zeichen

Musik ist und bleibt eine Brücke zwischen den verschiedenen Kulturen: In der Musikstadt hat der Landesjugendchor des Freistaates Thüringen heute die Probenarbeit für ein gemeinsames Projekt aufgenommen -  “[uni_sono] für toleranz. gegen gewalt.” Die Thüringische Landeszeitung (TLZ) in Weimar ist medienpartner des Projektes. Bereits 2001 hatte sich die Chorjugend im Thüringer Sängerbund demonstrativ hinter die “Thüringen tolerant”-Initiative der TLZ gestellt und sich so für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit im Freistaat positioniert.

Dass gerade die Musik eine  völkerverbindende Brücke sein kann, möchte die Thüringer Chorjugend im  Oktober bei zwei Workshops in Gera und Sondershausen sowie der zentralen  Abschlussveranstaltung am 12. Oktober in der Neuen Oper Erfurt zum Ausdruck  bringen. Ministerpräsident Dieter Althaus ist Schirmherr der Aktion.

Weil die Förderung sowohl der Breiten- als auch der Spitzenkultur eine  zentrale Aufgabe der Chorjugend ist, wird vom 10. bis 12. Oktober in der  Musikstadt Sondershausen unter der Leitung von Prof. André Schmidt (Weimar)  ein repräsentatives Programm breitenwirksamer Musik mit Jugendlichen  erarbeitet. Dabei geht es um internationale, stilistisch offene  Kompositionen a capella oder mit Instrumentalbegleitung sowie Choreografie.

Fast zeitgleich wird vom 8. bis 12. Oktober  in Gera unter der Leitung von  Christian K. Frank (Weimar) ein künstlerisch anspruchsvolles  zeitgenössisches und politisch engagiertes Programm gemeinsam mit der  Rockband “Hidden timbre” und Instrumentalisten der Hochschule für Musik  “Franz Liszt” Weimar erarbeitet. Die Werke  “Die Menschenfrage” und “Keine  Zweifel?”  des Komponisten Christian F. Frank stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Ergebnisse beider Workshops sollen dann beim Abschlusskonzert am 12.  Oktober (17 Uhr) in der Erfurter Oper präsentiert werden. Bereits um 15 Uhr wird es im Foyer der Oper ein von der Thüringer  Staatskanzlei organisiertes Podium  geben, das sich dann dem Engagement für  Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit sowie Gewalt widmet, besonders dabei  die Möglichkeiten kultureller Begegnungen etwa der Jugendchöre ins Blickfeld  rückt.

Das Spektrum der musikalischen Darbietungen beider Workshops und der  Schlussveranstaltung wird weitgefächert sein, von der Klassik bis zur  modernen experimentellen Musik, und es soll vor allem die Zielgruppe junger  Menschen erreichen. Rund 200 Mitwirkende aus ganz Thüringen hat das Projekt  der Chorjugend, zur Schlussveranstaltung in der Erfurter Oper erhoffen sich  die Verantwortlichen – allen voran Franziska Susann Reichenbecher, Karolin  Zeinert und Christian Frank – ein landesweites Echo und Unterstützung aus  zahlreichen Jugendchorgemeinschaft im Freistaat.  (Quelle: Mein Bericht in der TLZ)
Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Thüringer Chorjugend

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