Musikstadt (music-town-blog)

14. Juli 2008

Feinkost im Schloss - aber die Geschmäcker sind halt verschieden…

Rossini-Renaissance in der Musikstadt: Die 3. Schlossfestspiele Sondershausen feierten Premiere. Mit “La Cenerentola” hat sich das Festspielensemble unter der Obhut des Theaters Nordhausen und des Lohorchesters eine nicht gerade leichte Inszenierung auf die Schultern gepackt. Denn die Märchenoper fordert eigentlich den Interpreten mitunter gewaltige geradezu artistisch-gesangliche Interpretationen ab, für die bei den Schlossfestspielen Sondershausen zum Einsatz kommenden Nachwuchstalente nicht gerade ein leichte Aufgabe…

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei solchen Ereignissen die Kritiker nicht einer Meinung sind. Weil die jeweiligen Blickwinkel doch verschiedenen sind. Für meine TLZ habe ich einen unterm Strich doch recht positiven Bericht über die Premiere geschrieben, obwohl es durchaus auch Dinge gab, um mehr oder weniger heftig zu kritisieren. das “Fallbeil” des Kritikers musste ich nicht herausholen, denn es war alles in allem eine recht gefällige Inszenierung, die auch überwiegend dem Publikum gefiel. Und bei den Interpreten handelt es sich um Nachwuchstalente, zudem ist eine Open-Air-Veranstaltung immer unter den normalen Unzulänglichkeiten “unter freiem Himmel” zu betrachten…

Vielleicht einfach hier meine zusammenfassende Bewertung (So habe ich sinngemäß in der TLZ geschrieben, alllerdings ist die Zeitungsfassung kürzer):

Das Feuerwerk über der nächtlichen Schlosskulisse am Ende der Aschenbrödel-Premiere hatte Symbolcharakter: Ein Feuerwerk der Gefühle war vom Ensemble der 3. Schlossfestspiele Sondershausen mit der Premiere von Rossinis Märchenoper “La Cenerentola” glanzvoll und stimmungsgeladen in Szene gesetzt und ausdrucksstark interpretiert worden. Das Festspielensemble und das Loh-Orchester unter Leitung von Frank Obermair servierten im schmucken Ambiente des Schlosshofes der Residenzstadt musikalische Feinkost aus der italienischen Belcanto-Küche. Die Geschichte von dem tugendhaften Aschenbrödel, das aus dem derben Küchenalltag heraus seinen Prinzen bekommt und als Heldin aus der Asche in den fürstlichen Glanz aufsteigt, war das Rezept, welches das Premierenpublikum mit Begeisterung und anhaltendem Applaus quittierte.

Die Rossini-Renaissance liegt im Trend. Und die Inszenierung von Holger Pototzki, aktuell Operndirektor am Theater Magdeburg, mit überzeugenden internationalen Interpreten, durchweg hochkarätige Nachwuchstalente, vor der märchenhaften Schlosskulisse gelang. Gelungen waren die grotesk überzogenen Gegensätze zwischen dem auf großem Fuße lebenden Adel und dem kleinbürgerlichen Schattendasein bei eher minimalistischer Bühnenausstattung (Frank Olle) herausgearbeitet. In diesem Spannungsfeld brachte das Loh-Orchester Sondershausen die Musik Gioacchino Rossinis leicht und spritzig rüber. Die Höflinge - Männerstimmen des Theaters Nordhausen, unterstützt von ausgesuchten Laiensängern aus Sondershausen, - folgtem dem turbulenten Treiben am Hofe recht souverän.

Die musikalische Herausforderung, in einer manchmal fast artistischen gesanglichen Interpretation Gefühle und dramatisch wie komische Zuspitzungen auszudrücken, gelang den jungen Solisten doch schon sehr überzeugend. Überragend für mich - in der Maßstäblichkleit - die Mezzosopranistin Karita Jungar als “Aschenputtel”Angelina und nicht minder überzeugend der Tenor Karol Cieplucha in der Prinzenrolle des Don Ramiro. Amit Friedman (Bass) gefiel in der tolpatschigen Rolle des schuld(en)beladenen Hausherrn Don Magnifico. Sandra Spiess (Sopran) und Katharina Heiligtag (Mezzosopran) brachten ihre Rollen als nervig-gackernde und rivalisierende Töchter Clorinda und Tisbe in guter Buffa-Manier, und auch die Bassisten Sebastian Campione (Alidoro) und Robert Christian Merwald (Kammerdiener Dandini) gefielen mit ihren Interpretationen. Einfach schön und flexibel bedienten die Solisten die Koloraturen, machten einige Arien, Duette und Terzette aus der Rossini-Küche zur musikalischen Feinkost.

Das Crescendo drohenden Gewitters blieb dem Premierenpublikum erspart - die Crescendi Rossinis und die des finalen Feuerwerks wurden genossen und lohnendem Beifall quittiert. Zugeggeben, die Technik hätte noch besser sein können, das Wetter sowieso. Die Leistung des Ensembles fand ich “unterm Strich” respektabel. Das Publikum war ohnehin überwiegend sehr zufrieden, ja sogar begeistert. Wahrscheinlich wird es Kritiker geben, die mit der Gesamtleistung nicht so zufrieden sind, weil sie die Messlatte der eher großen Häuser und der erfahrenen Interpreten anlegen. Ich werde eine solche allzu strenge Bewertung nicht teilen, weil diese am Ende derartige Projekte wie die Schlossfestspiele Sondershausen kaputt macht. Wer unterhaltende Kultur in der Region erhalten möchte, der darf sie nämlich im Kern nicht verbal “platt-machen” und eben nicht seine eigenen Eitelkeiten befriedigen.

Deshalb bleibe ich dabei: Im Schloss Sondershausen wird bei den Schlossfestspielen auch 2008 musikalisch italienische Feinkost geboten. Für die Musikstadt jedenfalls eine Bereicherung, ohne die die Musik- und Theaterszene Nordthüringens - verdammt dünn ausschauen würde…

Übrigens soll im nächsten Jahr die musikalische Reise der Schlossfestspiele Sondershausen fortgesetzt werden, Ralph Benatzky steht dann auf dem Programm: “Im weißen Rössl” …(Vom 3. bis 18. Juli 2009)….

28. Mai 2008

La Cenerentola will die Musikstadt erobern


In der Musikstadt Sondershausen haben jetzt die Proben für die dritten Schlossfestspiele begonnen, die vom 11. Juli bis zum 26. Juli 2008 im schönen Ambiente des Schlosshofes aufgeführt werden. Inszeniert wird in diesem Jahr die märchenhafte Oper “La Cenerentola” (”Aschenbrödel”) von Gioacchino Rossini. Auch im dritten Jahr des sehr beliebten Sommerereignisses setzen die Stadt als Gastgeber und das Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen als Veranstalter auf hochkarätige Nachwuchstalente, überwiegend Absolventen deutschsprachiger Musikhochschulen. Mehr als 200 Bewerbungen gab es für die einfach zu besetzenden sieben Partien. Mehr als siebzig junge Künstler mussten sich persönlich beim Vorsingen vorstellen. Nun ist die Auslese in der Musikstadt gegenwärtig, hat in dieser Woche die Probenarbeit aufgenommen.

Karita Jungar (Bild) etwa hat am ersten Probentag vorsorglich die Schuhe probiert, denn die junge Künstlerin aus Basel (Schweiz) wird die Rolle der Angelina, des “Aschenbrödels”, verkörpern und interpretieren. Unter der Regie von Holger Pototzki und der musikalischen Leitung von Frank Obermair werden die “gecasteten” Talente - eigentlich mag man im Theater Sondershausen / Loh-Orchester Sondershausen den Begriff “Casting” nicht so heftig, obwohl er natürlich auf “Neu-Deutsch” das Auswahlverfahren auch beschreibt und keineswegs abwertet - nun bis zur Premiere eifrig die komplette Opernproduktion erarbeiten. Es wird wohl ein hartes Stück Arbeit, denn wie Intendant Lars Tietje zu Beginn der Probenarbeit einräumte, ist die Rossini-Oper für die jungen Künstler eine mutige Herausforderung. Sehr schöne und flexible Stimmen seien nötig, um das “Aschenbrödel” überzeugend auf die Bühne zu bringen.

Von den sieben Sängerinnen und Sängern sind nach meinem Wissensstand keine aus Thüringen. Sie kommen aus verschiedenen Ländern, etwa aus Finnland und der Schweiz, aber auch aus Berlin, München oder Frankfurt, zumindest, was ihre Musikhochschul-Heimat betrifft. Kost und Logis haben diese Nachwuchskünstler bis zum Ende der Festspiele in Sondershausen frei, sind in einem Gästehaus der Musikstadt untergebracht, bekommen lediglich ein “Taschengeld”, können sich neben der Opernproduktion aber in Workshops auf ihre weitere Bühnenkarriere vorbereiten und ansonsten den Aufenthalt in der Musikstadt genießen.

Hier zur Besetzung und zu den Verantwortlichkeiten des Festspielensembles. Frank Olle ist für die Bühne zuständig, Elisabeth Stolze-Bley für die Kostüme. Anne-Kristin Schmidt obliegt die Organisationsleitung, außerdem sind mit “im Boot”: Johannes Merkle (Korrepetition / musikalische Assistenz), Christine Bossert und Anne Uthleb (Regieassistenz /Inspizienz). Und Lars Tietje ist als Intendant des veranstaltenden Theaters Nordhausen / Loh-Orchesters Sondershausen ohnehin in der Gesamtverantwortung..

Nicht zu vergessen aber die Nachwuchstalente, die nun ihre Partien einstudieren müssen und dann ab Mitte Juli hoffentlich im Schlosshof begeistern: Karol Cieplucha (Don Ramiro, Prinz von Salerno - im Bild oben wird er gerade vermessen), Robert Christian Merwald (als Diener Dandini), Armin Friedman (Baron Don Magnifico), Sandra Spiess (Clorinda), Katharina Heiligtag (Tisbe), Sebastian Campione (Alidoro, Philosoph und Lehrer des Prinzen) sowie Karita Jungar als Stieftochter Angelina und somit als “Aschenbrödel”..

Im schönen Ambiente des Sondershäuser Schlosshofes werden die Open-Air-Aufführungen der Rossini-Oper ab 11. Juli 2008 zu sehen und zu hören sein.

Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer und Intendant Lars Tietje begrüßten zum Probenauftakt das Festspielensemble, das sich nun finden muss, profilieren soll. Schließlich gilt es in Sondershausen, an eine langjährige Musiktradition anzuknüpfen. Gleich an diesem Wochenende können übrigens die Sängerinnen und Sänger die Nordthüringer Kreisstadt mit der Musik- und Bergbautradition etwas von der angenehmen Seite näher kennenlernen, ohne sich dabei schon selbst profilieren zu müssen - vom 30. Mai bis zum 1. Juni wird in Sondershausen das Residenzfest gefeiert. Es ist das siebte, sieben Nachwuchstalente bereits sich auf ihre Partien im “Aschenbrödel” vor und die Sieben ist eine Glückszahl, wenn das nicht günstige Aussichten sind…..

6. April 2008

Sondershausen könnte schon bald “Ronald Paris-Stadt” werden

Für die Musikstadt Sondershausen ist Ronald Paris ein “großer Sohn” und der auf dem besten Wege, das Residenzstädtchen im nordthüringischen Kyffhäuserkreis mit seinem - wenn auch inoffiziellen - Namensprädikat zu schmücken: Sondershausen als “Ronald Paris-Stadt”. Im Marstall des Sondershäuser Schlosses ist seit Sonnabend eine große Ausstellung mit 70 Werken aus verschiedenen Schaffensphasen des Malers und Grafikers zu sehen. Bis zum 29. Mai 2008, dann wandert die Ausstellung ‘Ronald Paris - Lob des Realismus - Retrospektive 2008′ den Sommer über nach Schwerin, im Herbst dann nach Potsdam. Das mit der “Ronald Paris-Stadt” aber könnte sich einfach so weiter entwickeln…

Ronald Paris freut sich, dass er in seiner Geburtsstadt Sonderhausen diese Hommage-Ausstellung bekommen hat. Die Sparkassen-Kunststiftung des Kyffhäuserkreises, die Stadt Sondershausen und zahlreiche Sponsoren, darunter Gazprom Germania, haben das ermöglicht. Man sollte nicht vom Lebenswerk Ronald Paris’ sprechen, denn das dürfte noch lange nicht komplett sein. Und angesichts von rund 5000 geschaffenen Werken, darunter viele Wandbilder, ist es auch kaum denkbar, ein solches Lebenswerk in einer allumfassenden Ausstellung zu dokumentieren.

Die Ausstellung ist quasi ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk für den Künstler, der am 12. August 75 Jahre alt wird. Seit 1985 lebt er zwar in Rangsdorf bei Berlin, doch Paris ist immer ein Sondershäuser geblieben, besucht relativ oft die Musikstadt, in der er bereits so einige künstlerische Spuren hinterlassen hat. Nicht nur, dass einige seiner Gemälde in Sondershausen auch unabhängig von der “Retrospektive” zu bewundern sind. Oder das Tryptichon in der Sondershäuser Stadtkirche St. Trinitatis, ebendort, wor Ronald Paris einst getauft wurde.

Der Künstler würde gerne eine große Glas- oder Kirchenfenstermalerei seinem bisherigen Lebenswerk hinzufügen, etwa in der Cruziskirche der Musikstadt. Eine Vision, die wohl schon länger im Kopf ist. Die Cruziskirche ist eine Ruine und das ehemalige Gotteshaus soll zu einem Bürger- und Begegnungszentrum gestaltet werden. Es könnte auch eine starke Kunstkomponente hinzukommen. Nun ist Paris ja eigentlich ein “klassischer” Wandmaler, aber er hat er ist vom Ursprung her eben auch gelernter Kunstglaser und Glasmaler, und die Kunstglaserei Kraus In Weimar, wo er einst (19150) eine Lehre absolvierte, gibt es noch. Da könne er gleich anfangen, verriet er zur Ausstellungseröffnung in Sondershausen.

Ronald Paris ist nicht ein Maler, der sich in seine Kunst weltabgewandt zurückzieht. Er ist ein Mensch, der sich mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzt. Man sagt, er sei auch zu DDR-Zeiten des öfteren unbequem und kritisch gewesen. Obwohl er der DDR ja auch mit zahlreichen Auftragswerken gedient hat. Andererseits gab es da eine gewisse Nähe zu Biermann und Havemann - ein Spannungsverhältnis, welches sich auch künstlerisch niedergeschlagen hat.

Einige seiner Werke haben auch noch Jahrzehnte nach dem Entstehen eine geradezu entwaffnende Aktualität: “Gewalt - Traum des Söldners” ist eigentlich eine bittere Anklage, und sie könnte angesichts der Auseinandersetzungen im Irak heute nicht anders ins Bild gerückt werden. Es gibt Leute, die sagen, Paris sei in einigen Bildern seiner Zeit schon immer weit voraus gewesen. Vielleicht ist das der Reiz, die besondere Faszination vieler seiner Bilder, in denen sich auch so manche aktuelle Frage widerspiegelt. Und manchmal holt einen selbst die Geschichte auch einfach ein - “Lob des Kommunismus” titelt ein Wandbild des ehemaligen Hauptamtes für Statistik der DDR in Berlin. Baulich bedingt droht diesem Werk die Abrissbirne, der Zahn der Zeit nagt auch an der Kunst. Doch das “Lob des Realismus” - Titel der aktuellen Ausstellung - dürfte vielleicht der Ansporn dafür sein, in der Musikstadt quasi dem Künstler eine Lebenswerk-Ausstellung zu gönnen, die sowohl eine überaus reizvolle Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Historie sein kann als auch ein ganz “einfacher” künstlerischer Impuls mit touristisch-kultureller Anziehungswirkung für die Musikstadt werden könnte. Wünschenswert allemal!

19. März 2008

Lob des Realismus: Ronald Paris - Retrospektive 2008

Anläßlich des 75. Geburtstages des Malers und Graphikers Ronald Paris findet im Jahr 2008 eine repräsentative Ausstellung seines bisherigen Lebenswerkes statt. Gezeigt werden 70 Hauptwerke aus allen Schaffensphasen des Künstlers, darunter solche seinerzeit umstrittenen Bilder wie das Wartenberg-Triptychon (1961) und die Porträts von Wolfgang Heise (1967) und Ernst Busch (1972).
Die Ausstellung wird zuerst in Sondershausen (Marstall, 5. April bis 29. Mai 200 8) gezeigt. Anschließend wird sie in Schwerin (Schleswig-Holstein-Haus, 6. Juni bis 3. August 200 8) und in Potsdam im Haus der Brandenburgisch - Preußischen Geschichte ( 5. September bis 26. Oktober 200 8) zu sehen sein.

Ein etwa 250seitiger Katalog wird die Ausstellung begleiten. Das Vorwort hat Wolfgang Thiersegeschrieben. Namhafte Kunsthistoriker und Kenner des Werkes von Ronald Paris wie Peter H. Feist, Erhard Frommhold, Peter Arlt, Jens Semrau, Klaus Tiedemann, Gerd-Helge Vogel, Fritz Jacobi und Norbert Krenzlin haben weitere Beiträge geschrieben. Träger des Gesamtprojekts ist die Sparkassen - Kunststiftung für den Kyffhäuserkreis in Sondershausen/Thüringen. Kuratoren des Projektes sind der Kunsthistoriker Prof. Dr. Peter Betthausen und Ulrike Hager.

Ronald Paris wurde am 12. August 1933 im thüringischen Sondershausen geboren. In Weimar, Jena und Gotha ging er zur Schule und tat die ersten Schritte auf seinem Weg zum Künstler. Dieser führte ihn 1953 zunächst an die Kunsthochschule in Berlin-Weißensee zum Studium der Wandmalerei. Deren traditionelle Affinität zu den großen Themen der Mythologie, Literatur und Geschichte kam dem in der geistigen Welt der Weimarer Klassik aufgewachsenen Ronald Paris besonders entgegen. Sie wurde zum Fundament seines gesamten Schaffens.
Künstlerisch gleichwertig steht neben den Wandbildern der sechziger, siebziger und achtziger Jahre im ehemaligen Hauptamt für Statistik in Berlin (1969/70), in einem Wohngebiet in Rostock-Evershagen (1975), im Leipziger Gewandhaus (197 8) oder im Schwedter Theater (1978-82) die Vielfalt der Staffeleimalerei und der Graphik. Vorzugsweise auf diesen Feldern der bildenden Kunst entfaltete sich der “expressive Realist” Paris. Für ihn ist die sichtbare Welt die wichtigste Inspirationsquelle geblieben, der Dreh- und Angelpunkt seines Wirkens als Porträtist und vor allem als
Landschaftsmaler.

Ronald Paris lebte und arbeitete als freischaffender Maler zunächst inBerlin und dann, seit 1975, in Rostock. 1985 siedelte er nach Rangsdorf bei Berlin über, wo er noch immer ansässig ist. Von 1993 bis 1999 wirkte der Künstler als Lehrer für Malerei an der Hochschule für Kunst und Design (Burg Giebichenstein) in Halle. In seinem brandenburgischen Refugium malte Ronald Paris in den letzten Jahren vor allem formal ausgereifte, wirklichkeitsgesättigte Ölgemälde und Gouachen mit deutschen, europäischen und auch indischen Landschaften.
Werke von Ronald Paris befinden sich in der Nationalgalerie Berlin, im Staatlichen Museum Schwerin, im Museum der Bildenden Künste Leipzig, in der Kunstsammlung Neubrandenburg, in der Kunsthalle Rostock, im Angermuseum Erfurt, in der Galerie Neue Meister Dresden, im Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder, in den Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus und im Schlossmuseum Sondershausen sowie in zahlreichen Privatsammlungen.

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