Musikstadt (music-town-blog)

28. Mai 2008

La Cenerentola will die Musikstadt erobern


In der Musikstadt Sondershausen haben jetzt die Proben für die dritten Schlossfestspiele begonnen, die vom 11. Juli bis zum 26. Juli 2008 im schönen Ambiente des Schlosshofes aufgeführt werden. Inszeniert wird in diesem Jahr die märchenhafte Oper “La Cenerentola” (”Aschenbrödel”) von Gioacchino Rossini. Auch im dritten Jahr des sehr beliebten Sommerereignisses setzen die Stadt als Gastgeber und das Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen als Veranstalter auf hochkarätige Nachwuchstalente, überwiegend Absolventen deutschsprachiger Musikhochschulen. Mehr als 200 Bewerbungen gab es für die einfach zu besetzenden sieben Partien. Mehr als siebzig junge Künstler mussten sich persönlich beim Vorsingen vorstellen. Nun ist die Auslese in der Musikstadt gegenwärtig, hat in dieser Woche die Probenarbeit aufgenommen.

Karita Jungar (Bild) etwa hat am ersten Probentag vorsorglich die Schuhe probiert, denn die junge Künstlerin aus Basel (Schweiz) wird die Rolle der Angelina, des “Aschenbrödels”, verkörpern und interpretieren. Unter der Regie von Holger Pototzki und der musikalischen Leitung von Frank Obermair werden die “gecasteten” Talente - eigentlich mag man im Theater Sondershausen / Loh-Orchester Sondershausen den Begriff “Casting” nicht so heftig, obwohl er natürlich auf “Neu-Deutsch” das Auswahlverfahren auch beschreibt und keineswegs abwertet - nun bis zur Premiere eifrig die komplette Opernproduktion erarbeiten. Es wird wohl ein hartes Stück Arbeit, denn wie Intendant Lars Tietje zu Beginn der Probenarbeit einräumte, ist die Rossini-Oper für die jungen Künstler eine mutige Herausforderung. Sehr schöne und flexible Stimmen seien nötig, um das “Aschenbrödel” überzeugend auf die Bühne zu bringen.

Von den sieben Sängerinnen und Sängern sind nach meinem Wissensstand keine aus Thüringen. Sie kommen aus verschiedenen Ländern, etwa aus Finnland und der Schweiz, aber auch aus Berlin, München oder Frankfurt, zumindest, was ihre Musikhochschul-Heimat betrifft. Kost und Logis haben diese Nachwuchskünstler bis zum Ende der Festspiele in Sondershausen frei, sind in einem Gästehaus der Musikstadt untergebracht, bekommen lediglich ein “Taschengeld”, können sich neben der Opernproduktion aber in Workshops auf ihre weitere Bühnenkarriere vorbereiten und ansonsten den Aufenthalt in der Musikstadt genießen.

Hier zur Besetzung und zu den Verantwortlichkeiten des Festspielensembles. Frank Olle ist für die Bühne zuständig, Elisabeth Stolze-Bley für die Kostüme. Anne-Kristin Schmidt obliegt die Organisationsleitung, außerdem sind mit “im Boot”: Johannes Merkle (Korrepetition / musikalische Assistenz), Christine Bossert und Anne Uthleb (Regieassistenz /Inspizienz). Und Lars Tietje ist als Intendant des veranstaltenden Theaters Nordhausen / Loh-Orchesters Sondershausen ohnehin in der Gesamtverantwortung..

Nicht zu vergessen aber die Nachwuchstalente, die nun ihre Partien einstudieren müssen und dann ab Mitte Juli hoffentlich im Schlosshof begeistern: Karol Cieplucha (Don Ramiro, Prinz von Salerno - im Bild oben wird er gerade vermessen), Robert Christian Merwald (als Diener Dandini), Armin Friedman (Baron Don Magnifico), Sandra Spiess (Clorinda), Katharina Heiligtag (Tisbe), Sebastian Campione (Alidoro, Philosoph und Lehrer des Prinzen) sowie Karita Jungar als Stieftochter Angelina und somit als “Aschenbrödel”..

Im schönen Ambiente des Sondershäuser Schlosshofes werden die Open-Air-Aufführungen der Rossini-Oper ab 11. Juli 2008 zu sehen und zu hören sein.

Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer und Intendant Lars Tietje begrüßten zum Probenauftakt das Festspielensemble, das sich nun finden muss, profilieren soll. Schließlich gilt es in Sondershausen, an eine langjährige Musiktradition anzuknüpfen. Gleich an diesem Wochenende können übrigens die Sängerinnen und Sänger die Nordthüringer Kreisstadt mit der Musik- und Bergbautradition etwas von der angenehmen Seite näher kennenlernen, ohne sich dabei schon selbst profilieren zu müssen - vom 30. Mai bis zum 1. Juni wird in Sondershausen das Residenzfest gefeiert. Es ist das siebte, sieben Nachwuchstalente bereits sich auf ihre Partien im “Aschenbrödel” vor und die Sieben ist eine Glückszahl, wenn das nicht günstige Aussichten sind…..

6. April 2008

13. Sondershäuser Kneipennacht…

Ob nun latino-mäßig wie mit “Tres Gitanos” (Bild) im Bowling- & Kegelcentrum Sondershausen mehr rockig, bluesig oder einfach gut-gelaunt: die 13. Sondershäuser Kneipennacht war ein Angebot, das reichlich genutzt wurde. Auch wenn es schon Kneipennächte gab, bei denen mehr los war. Doch es gibt ja nicht so viele Ereignisse in der Musikstadt, die eine Menge Leute auf die Feiermeile treibt. Der kostenlose Busshuttle wurde jedenfalls eifrig genutzt.

Größter Anziehungspunkt war wie immer das Klubhaus Stock’sen, wo bis in die frühen Morgenstunden die Coverrock-Formation “Hella Donna” das Publikum rockte (Bild). Bei der Band aus Plauen ging richtig gut die Post ab.

Das Zentrum des Kneipennacht war die Stadtmitte. Im griechischen Restaurant Syrtakiam Markt servierte “Musica Athena” griechische Folklore. Auch Bürgermeister Joachim Kreyer und seine Frau (Bild) ließen sich dort nach der Eröffnung der Ronald Paris-Ausstellung im Marstall gesellig und gut gelaunt einstimmen. Viele wärmten sic h auch mit einem oder gleich mehreren Ouzos im Syrtaki auf.

In der Posthalterei Hartlep ließen es die “Sticky Fingers” (Bild) kräftig krachen. Rock und Pop gab es dort von den Musikern auf die Ohren der Zuhörer und Kneipengänger ganz unterschiedlichen Alters. Vor allem Blues-Töne und Improvisationen wurden im “Erbprinzen” von “Wolle & Friends” angestimmt, aber auch “Los Scarlett’os” stießen im “Ratskeller” auf ein zufriedenes Publikum. Die Lady-Rocker hatten ja auch einen respektablen Sound. Alles in allem eine doch recht passable Kneipennacht, bei der sogar das Wetter einigermaßen mitspielte, jedenfalls setze der Regen erst im Laufe der Nacht ein…

19. März 2008

Fette Osterfeuer in der Musikstadt

Nachdem in den vergangenen Tagen schon wieder (zu) viel in einigen Gärten verbrannt und so die Luft ziemlich oft “verpestet” wurde, stehen jetzt zum Osterfest wieder die beliebten Osterfeuer-Treffs in der Musikstadt Sondershausen an.

Vereine, die freiwilligen Feuerwehren und Privatpersonen haben bereits einige ansehnliche Osterfeuerhaufen vorbereitet. Durch die Eingemeindungen einiger Ortschaften in jüngster Zeit sind in den neuen Sondershäuser Ortsteilen nun auch lokale Feuer dieses Brauchtums dazugekommen. Die Stadtverwaltung hat wieder einige offizielle Osterfeuer genehmigt.

Das größte Osterfeuer dürfte wohl wieder am Ostersonntag in Stockhausen im Bereich Marienhall nahe des Teiches an der “Stillen Liebe” abgebrannt werden. Dort wird auch wieder für Musik und die gastronomische Versorgung gesorgt. Am Ostersonntag brennen zudem auch noch Osterfeuer in den Stadtteilen Bebra - nämlich am Totenberg - und Jechaburg (im Bereich des alten Sportplatzes).

Bereits am Ostersamstag, also am 22. März, sollen weitere Osterfeuer in Jecha unterhalb des Kohlberges, auf dem Possen, im Östertal nahe der Straße des Friedens und des ehemaligen Lidl-Parkplatzes sowie in Berka gegenüber der Festwiese entzündet werden. Osterfeuer gibt es an dem Sonnabend auch in Oberspier,  Großfurra, Schernberg, Großberndten, Kleinberndten, in Immenrode oder in Himmelsberg.

Angesichts des gerade wieder eingesetzten Schneetreibens sollten die Veranstalter wohl noch reichlich Glühwein ordern, damit die geselligen “Osterhasen” am Ende nicht erfrieren…

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