Musikstadt (music-town-blog)

1. April 2009

Zweiter Aufguss in Bendeleben: Musik auch aus dem Werkzeugkasten und mit der Schrotsäge

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In meiner Jugend habe ich mich auch für eine Gruppe begeistert, die einst  in Westdeutschland mit ungewöhnlichen Instrumenten, verrückten Versen und auch mit ein bisschen Klamauk für tolle Stimmung sorgte: Insterburg & Co. . Prominentes Comedy-Überbleibsel aus dieser Formation ist die vom Bildschirm her bekannte “Knalltüte” Karl Dall. Er gehörte einst zur Gruppe um Ingo Insterburg. Warum ich mich an diese Gruppe erinnere? Nun – in Sondershausen gibt es eine Formation, die sich zwar nicht mit Klamauk und Comedy positioniert, wohl aber mit einem kunterbunten unterhaltsamen Musik-Mix und vor allem auch ungewöhnlichen “Musik”-Instrumenten. Denn wenn hier neben Percussion, Querflöte, Gitarre, Klarinette und Kontrabass auch ein Werkzeugkasten-Xylophon, eine Schrotsäge oder ein Spachtel zum Einsatz kommen, dann ist das ein “Zweiter Aufguss”. So nennt sich nämlich die Musik-Formation aus der Musikstadt Sondershausen. An diesem Sonntag  (5. April) ist die Gruppe ab 17 Uhr live zu erleben – in der berühmten restaurierten Organgerie des Barockdorfes Bendeleben zwischen Sondershausen und Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis (Nordthüringen). Der Titel des Gastspiels  ist dabei Programm. “Aufgebrüht”…

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Für Musikfreunde ist es auf jeden Fall ein Erlebnis der besonderen Art, wenn die Musiker des zweiten Aufgusses ihre seltsamen Instrumente, wie das Werkzeugkasten-Xylophon oder die Schrotsäge auspacken und Lieder aus der ganzen Welt zu Gehör bringen. Man kann erleben, dass man mit Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag wie beispielsweise  einem Spachtel auch musizieren kann oder aus Uhrfedern und einer Nähmaschinenabdeckung selbst ein Instrument bauen kann.
Zum Repertoire gehören Volkslieder, Filmmelodien, genauso Rock und Blues Titel, wobei alle durch eigene Arrangements einen  spezifischen Anstrich erhalten. Auch selbst getextete und komponierte Lieder fehlen im Programm des “Zweiten Aufgusses ” nicht.

Den zweiten Aufguss gibt es seit 2006 als Quartett mit Martin Jahn Trompete, Blockflöte, Schrotsäge und anderen skurrilen Instrumenten. Angela Jahn spielt Akkordeon und Blockflöte, Sabine Großkopf Querflöte und Dieter Großkopf Gitarre, Mandoline und Djembe.  Als Sängerin gesellte sich Susi Wiener bald dazu, die es 2008 in den hohen Norden gezogen hat und eine Lücke hinterließ, die Gritt und Michael Weißenborn mit Klarinette, Gitarre, Posaune, Tröte und Gesang wieder geschlossen haben.  Jonas Konrad Weinrich ist  jüngstes Mitglied der Formation und  spielt den Kontrabass und verschiedene  Perkussioninstrumente wie die Cajón.

Der erste Auftritt unserer Gruppe warübrigens  Juni 2007 auch in der Orangerie Bendeleben anlässlich einer Ausstellungseröffnung von Martin Jahn. Danach folgten Auftritte zum Rolandsfest in Nordhausen 2007  und 2008, zum Residenzfest in Sondershausen, Kunstfest in Nordhausen und viele kleine private Veranstaltungen. Und 5. April ist die Gruppe nun erneut in Bendeleben live zu erleben – ein Grund für einen schönen Ausflug in das Barockdorf am Kyffhäuser, um die sehenswerte Orangerie zu besuchen und um den “Zweiten Aufguss” zu genießen. Viel Spaß dabei…

Sonntag, 5. April, 17 Uhr, Orangerie Bendeleben

25. Januar 2009

Aida Bellem: Piraten am Kyffhäuser – Kreuzfahrt auf dem Narrenschiff

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Ein neues Kreuzfahrtschiff hat seine Jungfernfahrt bestanden – die “Aida Bellem” ist in die närrische Saison gestartet.  “Ein Schiff wird kommen” sang Petra Liegner beim Stapellauf  der Karnevalisten in der Wipperau am  Fuße des Kyffhäuser. Der Wippertaler Carnevals Club Rottleben-Bendeleben hat seine Sitzungskampagne 2009 mit einer gelungenen Premiere eröffnet – auch wenn Vera Padberg bei dieser Jungfernfahrt fehlte…

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Die Stimmungswogen in der Gemeindeschänke von Bendeleben schlugen am 24. Januar 2009 mächtig hoch, als die närrische Elfer-Crew des WCC mit Kapitän Friedbert  Gärtner die karnevalistische Kreuzfahrt begann. “Wir lagen vor Madagaskar” hatte doch “Lady Carneval” Petra Lieger noch behauptet, ehe sie dann im Duett mit Jürgen Müller bemerkelte “Angie ach Angie wie soll es weitergehen?”.

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Der traditionelle Jahresrückblick des WCC befasste sich mit der Banken- und und Wirtschaftskrise, und natürlich war auch in der Wipperau “alles obama”, zumindest was die Zuversicht angeht: “Yes we can” – ja, wir können es schaffen hieß die Devise. Da wurde sogar der etwas schlaftrunkene deutsche Michel wach und machte sich auf in die Bütt…

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WCC-Vice Ulli Preuße brachte als Michel einmal mehr eine Glanz-Nummer in die Wipperau-Bütt. Er bemängelte in pointierten Versen den schwindelnden Service der Bahn, nahm die Wirtschaft ins Visier, den Althaus mit auf seine närrische Abfahrt, wollte gar am Ende Bad Frankenhausen nach Bendeleben einbürgern – das wäre ein Ding, dann könnte der WCC-Elferrat doch gleich als Stadtrat fungieren. Helau!

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Naja – es gab dann während der Kreuzfahrt Piratentänze und einen Tanz mit den Piraten, denn im Schlauchboot “Royal Cruise” gingen die Freibeuter diesmal am Horn vom Kyffhäuser auf Jagd: “Wir sind die Macht von Afrika” behaupteten die Jungs. Aber die wellness-verwöhnte Passagier-Gesellschaft auf der “Aida Bellem” ließ sich davon bei ihrem Erholungstreiben auf dem Jecken-Dampfer wenig beeindrucken.

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Für Stimmung und abwechslungsreiche Unterhaltung war unter Käpt’n Gärtner jedenfalls gesorgt. Mit dabei die bellem-verschnittenen “Puhdys” und Michael Hirte, ein Student, der seinHausarbeit machte, ein Männerballett, das sich auf dem Promenadendeck vergnügte, ein Trommler-Korps des WCC, das unter der Regie von Jürgen Müller kräftig was auf die Ohren gab. Die Tratschweiber des WCC steuerten auch ihrer Kreuzfahrt-Klatsch und ein bisschen Zicken-Alarm bei. Cindy von Marzahn will künftig zur “Happy hour” die Freier an der Dorfstraße anlocken und das Wippertaler Comeday-Urgestein und Original Jürgen Müller bekannte in gewohnter Klamauk-Mimik, dass er wohl der erste gewesen sei, der bei der Nationalhymne jemand zum Tanzen aufgefordert habe…

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Jedenfalls schunkelten sich die WCC-Narren ausgelassen angetörnt durch die Stimmungswogen der Wipper, selbst  Ortsbürgermeister Martin Brückner hatte sich als singender Leichtmatrose in die Kreuzfahrt-Crew der “Aida Bellem” eingereiht. Allen gefiel es auf dem närrischen Dampfer so gut, dass von Landurlaub in absehbarer Zeit keine Rede sein dürfte. Dafür haben die WCC-Jecken ja auch gar keine Zeit, müssen sie doch bis Aschermittwoch immerhin neun Prunksitzungen – pardon: Karnevals-Kreuzfahrten absolvieren.

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Am Ende der Jungfernfahrt musste Deckoffizier Käptn Friedbert Gärtner von der Brücke des Traumschiffs auf die Bühne absteigen, um als Anerkennung für die Superleistung der gesamt WCC-Crew  von mir den Kampagneorden der Föderation Europäischer Narren (FEN) in Empfang zu nehmen. Weil ich doch dem FEN-Landesvorstand Thüringen angehöre, durfte ich diese Ehrung vornehmen. Zum Finale lud aber Kapitän Gärtner nicht – wie sonst bei Kreuzfahrten üblich – zum Captains Dinner, sondern zum Tanz zur Musik mit Petra und Jürgen Liegner. Hungrig waren die Narren ohnehin nicht, gab es doch in der Pause beim Landgang die wipperau-üblichen Brötchen. Sogar Katerfrühstück wurde angeboten. Ob der Hering aber aus der Wipper kam oder woanders ins Netz ging, blieb bei dieser Kreuzfahrt das Geheimnis…

Übrigens habe ich auf der Homepage der Thüringischen Landeszeitung eine Bildergalerie platziert und in meinem Backstage-Blog einen Beitrag von der närrischen Jungfernfahrt der “Aida Bellem” des WCC gepostet. Viel Spaß dabei – Helau!

27. Dezember 2008

Alle Jahre wieder die Abspeckkur nach Weihnachten

Weihnachten 2008 ist Geschichte. Es war ein relativ ruhiges Fest in der Musikstadt – ohne Schnee, aber zeitweise doch recht kalt.  Spektakuläres ist nicht passiert. Weshalb im TA-Lokalteil jetzt auch schon der Jahresrückblick angesagt ist. Übrigens gibt es einen kompletten Jahresrückblick für Thüringen in den Pressehäusern der Zeitungsgruppe Thüringen für nur 3,50 Euro, Abonnenten müssen sogar nur 2,50 Euro berappen. Aber man sollte sich beeilen, die begrenzte Auflage ist wohl bald vergriffen. Weihnachten waren die meisten Kirchen sehr voll – so ist es eben alle Jahre wieder.

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Ich habe mit der Familie aber den Weihnachtsgottesdienst in Bendeleben besucht.  Dort (Bild) war es – wie immer mangels Heizung – recht kalt. Es hat schon so kalte Weihnachtsgottesdienste in der Dorfkirche mit dem schiefen Turm gegeben, dass sich Gottesdienstbesucher sogar mit Tee und Glühwein aus der Thermoskanne versorgt haben…

Nach den Festtagen ging es heute mittag wieder ins Fitnesscenter. Dort war es dann auch richtig voll.  Es haben wohl viele über die Festtage zu viel vom Weihnachtsbraten und den Festtagsweinen genossen,  weshalb nun Abspecktage angesagt sind. Da hilft natürlich der Gang ins Fitnessstudio. Unseren Landrat Peter Hengstermann habe ich dort auch heute entdeckt, wie er fleißig seine Fitnessübungen absolvierte – alle Achtung…

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Unsere vorweihnachtliche Glühweinparty unter den Nachbarn im oberen Holunderweg haben wir auch noch erfolgreich und in bester Laune geschafft. Gefeiert wurde diesmal in und vor der Garage von Christine und Klaus. Wir haben alle kräftig zugelangt: Rund 50 Bratwürste und immerhin mehr als 30 Flaschen Winzerglühwein wurden verbraucht. Es gab eine kleine Weihnachtsgeschichte, die von Christine vorgelesen wurde. Und gesungen haben wir auch miteinander – Weihnachtslieder natürlich, aber auch Oldies und Schlager. Meine 12-string-Gitarre habe ich selbstverständlich zur Glühweinparty mitgenommen.  Eigentlich wollten auch noch mit  Stephanie und Dirk von “JustBrill” zwei richtige Musikprofis aus Weimar kommen, aber sie hatten vorher einen Auftritt, es wäre dann zu spät geworden.  Sie wäre sonst gekommen, da ich ja einen Auftritt von ihnen gewonnen hatte. Naja – im kommenden Jahr wollen wir vielleicht ein kleines Straßenfest zum 10-Jährigen im Holunderweg machen, da kann ich die beiden dann ja einladen…

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