Musikstadt (music-town-blog)

17. Dezember 2008

Sondershausen rockt vor Weihnachten

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Laute Einstimmung auf das Fest mit heißer Rockmusik: Am 20. Dezember  lassen es Newcomer-Bands vor allem der  Nordthüringer Musikszene richtig krachen:   „Sondershausen Rockt III“. In der Turnhalle Großurra bei Sondershausen  werden  diesmal gleich zwei Revivalbands einheizen: Die „Flying Balconys“ aus Nordhausen haben eigene Musik und  die grossen Hits der „Red Hot Chili Peppers“ im Gepäck. 2006 gewann die Band einen regionalen Musikwettbewerb. „Crush“  aus Heyerode präsentiert sich als ehrgeizige Coverband vor allem mit Musik von „Metallica“. Als Support erleben die Rockfans  die regional  bekannten und beliebten Bands „All Time Pain“  aus Greussen, „Green Orange“ aus Ebeleben, sowie aus der Musikstadt selbst die Formationen „No Class“  und „The Seafoods“ aus Sondershausen. Einlass ist bei „Sondershausen Rockt III“ um 19 Uhr, Tickets gibt es an der Abendkasse.

6. April 2008

13. Sondershäuser Kneipennacht…

Ob nun latino-mäßig wie mit „Tres Gitanos“ (Bild) im Bowling- & Kegelcentrum Sondershausen mehr rockig, bluesig oder einfach gut-gelaunt: die 13. Sondershäuser Kneipennacht war ein Angebot, das reichlich genutzt wurde. Auch wenn es schon Kneipennächte gab, bei denen mehr los war. Doch es gibt ja nicht so viele Ereignisse in der Musikstadt, die eine Menge Leute auf die Feiermeile treibt. Der kostenlose Busshuttle wurde jedenfalls eifrig genutzt.

Größter Anziehungspunkt war wie immer das Klubhaus Stock’sen, wo bis in die frühen Morgenstunden die Coverrock-Formation „Hella Donna“ das Publikum rockte (Bild). Bei der Band aus Plauen ging richtig gut die Post ab.

Das Zentrum des Kneipennacht war die Stadtmitte. Im griechischen Restaurant Syrtakiam Markt servierte „Musica Athena“ griechische Folklore. Auch Bürgermeister Joachim Kreyer und seine Frau (Bild) ließen sich dort nach der Eröffnung der Ronald Paris-Ausstellung im Marstall gesellig und gut gelaunt einstimmen. Viele wärmten sic h auch mit einem oder gleich mehreren Ouzos im Syrtaki auf.

In der Posthalterei Hartlep ließen es die „Sticky Fingers“ (Bild) kräftig krachen. Rock und Pop gab es dort von den Musikern auf die Ohren der Zuhörer und Kneipengänger ganz unterschiedlichen Alters. Vor allem Blues-Töne und Improvisationen wurden im „Erbprinzen“ von „Wolle & Friends“ angestimmt, aber auch „Los Scarlett’os“ stießen im „Ratskeller“ auf ein zufriedenes Publikum. Die Lady-Rocker hatten ja auch einen respektablen Sound. Alles in allem eine doch recht passable Kneipennacht, bei der sogar das Wetter einigermaßen mitspielte, jedenfalls setze der Regen erst im Laufe der Nacht ein…

17. März 2008

Matthäus Passion und ein ungewöhnliche Anteilnahme

Es war ein trauriger Anlass und ein bewegender Abschied. Hunderte junge Menschen nahmen Anteil am Tod eines Menschen, der im Alter von 24 Jahren aus ihrer Mitte gerissen wurde: Matthäus. Der war zu Lebzeiten oft Mittelpunkt in ihrer Clique gewesen, wurde in der Trauerrede erinnert. Jedenfalls erlebte die Musikstadt eine merkwürdige Form der Solidarität, eine außergewöhnliche Anteilnahme. Matthäus war wenige Tage zuvor gestorben – unter noch nicht geklärten Umständen, denn am Vorabend seines Todes war der 24-Jährige noch in eine kleine Schlägerei in Stocksen verwickelt gewesen, wo die junge Generation der Musikstadt ihre meisten Musikevents erlebt und ihre Parties feiert…

In der kleinen Stadt im Kyffhäuserkreis wurde und wird in diesen Tagen viel spekuliert und getuschelt. was denn da wirklich passiert sei? Warum diese ungewöhnliche Anteilnahme – Autocorso durch die Musikstadt, die riesige Anteilnahme und immer wieder Fragen nach dem Warum. Die örtliche Tageszeitung stellt sogar eine Bildergalerie mit mehr als 100 Fotos von der Trauerfeier und der Beerdigung ins Web. Anteilnahme auch per Mouse-Click? Da scheiden sich die Geister. Denn die Beerdigung war keine Show-Veranstaltung, keine Inszenierung. das war gelebte Anteilnahme, Solidarität, vielleicht auch die kollektive Verarbeitung eines Schocks. Im Internet gibt es auch ein Party-Forum, wo sich hunderte vor allem junger Menschen im Web tummeln, austauschen, posten, wo es was zu feiern oder zu beklagen gibt. Wo man sich über automobile Pferdestärken und die Musikszene auslässt. Dort ist der Tod des 24-Jährigen aber kein Thema, oder wurde diese „Matthäus-Passion“ von den Administratoren gestoppt und gestrichen? Auch das wirft Fragen auf.

Matthäus soll in der jungen Szene, in der „Clique“, wie die Tageszeitung berichtet, recht beliebt gewesen sein. Lebenslustig, kein Kind von Traurigkeit, Leidenschaft für schnelle Autos, eine Stütze in der Familie und der Mittelpunkt in der Clique. Junge Menschen nehmen auf ihre Art Abschied, wenn es denn sein muss. Riesige Anteilnahme auf dem Friedhof, Trauerkonvoi durch die Musikstadt. Die Erinnerungen bleiben. Auch einige offene Fragen…

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