Musikstadt (music-town-blog)

6. Juli 2009

Schlossfestspiele: Sommerfrische Ohrwürmer in der Musikstadt

roeskais~1

Sommertheater kann so herzerfrischend sein: Mit der  feschen krachledernen Operetten-Revue „Im Weißen Rössl“ sind die  Schlossfestspiele Sondershausen erfolgreich  in die vierte Saison gestartet.  Leichte Kost, Ferienstimmung, Ohrwürmer und eine gehörige Portion Humor -  dieses Rezept ging mit Ralph Benatzkys Singspiel in der Nordthüringer Musik-  und Residenzstadt voll auf.

roessla~1

Unter der musikalischen Leitung von Pit Uhden  präsentierte sich ein spielfreudiges, gut eingestimmtes und bestens  aufgelegtes Festspielensemble im Sondershäuser Schlosshof.  Die  Residenzkulisse  taugt dabei trefflich als Rahmen für das launige Lustspiel  mit den allseits bekannten Gassenhauern. Zudem spart die Festspiel-Produktion  des Theaters Nordhausen und des Loh-Orchesters Sondershausen nicht mit  originellen Gags und Überraschungen bei dem alpenländischen Rührstück.

Puschelnde Cheerleaders, ein singendes Männerballett, ein tanzende Kuh und  ein echter Bürgermeister in eben dieser Rolle – dem Sondershäuser „Rössl“  mangelt es nicht an parodistischen Zügen und persiflierenden Momenten. Wenn  sich etwa das Gerücht verbreitet „Der Kaiser kommt“, denkt man heuer  natürlich an den Beckenbauer. Kerstin Weiß (Inszenierung), Ronald Winter  (Bühne), Jutta Wörne (Choreografie)  und Elisabeth Stolze-Bley (Kostüme)  haben originelle karikierende Spitzen und Überzeichnungen in der Operette  verpackt, die einfach Spaß machen und Unterhaltung bieten.

roeskuh~1

Gesanglich und mimisch waren die Solisten bei der Premiere gut eingestellt:
Herausragend die Weimarer Sopranistin Juliane Schenk als resolute  Rössl-Wirtin Jospeha oder der bayerische Tenor  Anton-Leiß-Huber als  „verknallter Gockel“ und Zahlkellner Leopold. Dem  Schauspieler Jens  Wassermann, gebürtiger Gothaer, war die Paraderolle des „schönen“ Sigismund  Sülzheimer geradezu leibgeschneidert. Überzeugend auch der Tenor Helmut  Kleinen als mürrischer Frabrikant Giesecke, Thomas Kohl als Kaiser, Tenor  Alec Otto als Jurist Siedler „Rechtsanwalt, aber ehrlich“, Sopranistin  Juliane Fleming als Ottilie oder Schauspielerin Vanessa Rose als lispelndes  Klärchen. Der Nordhäuser Gymnasiast Matthias Kupke gefiel in der Rolle des  Piccolo und die Erfurterin Jessika Rieck war als Jodlerin Zensi zu  vernehmen.

Der Nordhäuser Opernchor, unterstützt von ausgesuchten Chorsängern aus der  Musikstadt, die Ballettkompanie des Theaters Nordhausen und natürlich das  Loh-Orchester machten samt Solisten das Sommerfrische-Kultstück mit flotten  Tanzryhtmen, schrägen Schuhplattlern, schlagerhaften Schnulzen und pfiffigen  Pointen zu einer alles in allem feschen Revue-Operette und zu einem  unterhaltsamen Festspiel-Erlebnis. Locker-leichtes Sommertheater eben, das  aber beim Publikum stehende Ovationen auslöste und Lust auf Mehr im  kommenden Jahr mamcht. Dann gibt es bei den Thüringer Schlossfestspielen  Sondershausen Mozarts „Zauberflöte“.

Hier das Video vom Finale:

3. Mai 2009

„Willkommen im Anderswo“: Christina Rommel heute in der Musikstadt

chriromone2

Heute um 17 Uhr steigt ein schönes Konzert im Carl-Schröder-Saal der Musikstadt Sondershausen: Christina Rommmel, Sängerin aus Erfurt, macht in der Musikstadt Station.

Rommel-Musik an den ungewöhnlichsten Orten in Deutschland ist schon legendär. Bergwerke, Türme, Klöster, Schlösser oder Konzerte in den Wolken – Christinas Besondere-Orte-Tour lockte unzählige Fans in die verrücktesten Ecken das Landes. „Die Tour wurde fast zum Kult und hat selbst unsere kühnsten Erwartungen übertroffen.

Mittlerweile entdeckt Christina Rommel ihre besonderen Orte aber auch in ganz Europa oder sogar in Übersee. 2007 gastierte die sympathische Sängerin zu fünf Konzerten in New York (u.a. im UN Hauptquartier und zu einem Hausboot-Konzert auf dem Hudson River) und auch 2008 auf ihrer Neuengland-Tour.

Die Thüringerin ist international unterwegs und das mit deutschen Texten und Musik aus eigener Feder. Doch bevor es auch in diesem Jahr im Juli auf USA-Tour geht, wird sie heute im Carl-Schroeder-Saal –unplugged-  in Sondershausen zu erleben  sein. Ich selbst kenne Christina von mehreren Auftritten. In den zurück liegenden Jahren habe ich die Künstlerin regelmäßig beim großen Goethe-Weinfest in Weimar auf der Bühne präsentiert, vorgestellt und interviewt. Und ich war auch bei den Präsentationen ihrer jüngsten Alben dabei. Mein Tipp: Heute das Konzert in Sondershausen nicht verpassen. Veranstaltet wird das Konzert von Fabian Fromm (Skystar Records).

1. April 2009

Zweiter Aufguss in Bendeleben: Musik auch aus dem Werkzeugkasten und mit der Schrotsäge

aufguskaef1

In meiner Jugend habe ich mich auch für eine Gruppe begeistert, die einst  in Westdeutschland mit ungewöhnlichen Instrumenten, verrückten Versen und auch mit ein bisschen Klamauk für tolle Stimmung sorgte: Insterburg & Co. . Prominentes Comedy-Überbleibsel aus dieser Formation ist die vom Bildschirm her bekannte „Knalltüte“ Karl Dall. Er gehörte einst zur Gruppe um Ingo Insterburg. Warum ich mich an diese Gruppe erinnere? Nun – in Sondershausen gibt es eine Formation, die sich zwar nicht mit Klamauk und Comedy positioniert, wohl aber mit einem kunterbunten unterhaltsamen Musik-Mix und vor allem auch ungewöhnlichen „Musik“-Instrumenten. Denn wenn hier neben Percussion, Querflöte, Gitarre, Klarinette und Kontrabass auch ein Werkzeugkasten-Xylophon, eine Schrotsäge oder ein Spachtel zum Einsatz kommen, dann ist das ein „Zweiter Aufguss“. So nennt sich nämlich die Musik-Formation aus der Musikstadt Sondershausen. An diesem Sonntag  (5. April) ist die Gruppe ab 17 Uhr live zu erleben – in der berühmten restaurierten Organgerie des Barockdorfes Bendeleben zwischen Sondershausen und Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis (Nordthüringen). Der Titel des Gastspiels  ist dabei Programm. „Aufgebrüht“…

aufgusbuehn1

Für Musikfreunde ist es auf jeden Fall ein Erlebnis der besonderen Art, wenn die Musiker des zweiten Aufgusses ihre seltsamen Instrumente, wie das Werkzeugkasten-Xylophon oder die Schrotsäge auspacken und Lieder aus der ganzen Welt zu Gehör bringen. Man kann erleben, dass man mit Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag wie beispielsweise  einem Spachtel auch musizieren kann oder aus Uhrfedern und einer Nähmaschinenabdeckung selbst ein Instrument bauen kann.
Zum Repertoire gehören Volkslieder, Filmmelodien, genauso Rock und Blues Titel, wobei alle durch eigene Arrangements einen  spezifischen Anstrich erhalten. Auch selbst getextete und komponierte Lieder fehlen im Programm des „Zweiten Aufgusses “ nicht.

Den zweiten Aufguss gibt es seit 2006 als Quartett mit Martin Jahn Trompete, Blockflöte, Schrotsäge und anderen skurrilen Instrumenten. Angela Jahn spielt Akkordeon und Blockflöte, Sabine Großkopf Querflöte und Dieter Großkopf Gitarre, Mandoline und Djembe.  Als Sängerin gesellte sich Susi Wiener bald dazu, die es 2008 in den hohen Norden gezogen hat und eine Lücke hinterließ, die Gritt und Michael Weißenborn mit Klarinette, Gitarre, Posaune, Tröte und Gesang wieder geschlossen haben.  Jonas Konrad Weinrich ist  jüngstes Mitglied der Formation und  spielt den Kontrabass und verschiedene  Perkussioninstrumente wie die Cajón.

Der erste Auftritt unserer Gruppe warübrigens  Juni 2007 auch in der Orangerie Bendeleben anlässlich einer Ausstellungseröffnung von Martin Jahn. Danach folgten Auftritte zum Rolandsfest in Nordhausen 2007  und 2008, zum Residenzfest in Sondershausen, Kunstfest in Nordhausen und viele kleine private Veranstaltungen. Und 5. April ist die Gruppe nun erneut in Bendeleben live zu erleben – ein Grund für einen schönen Ausflug in das Barockdorf am Kyffhäuser, um die sehenswerte Orangerie zu besuchen und um den „Zweiten Aufguss“ zu genießen. Viel Spaß dabei…

Sonntag, 5. April, 17 Uhr, Orangerie Bendeleben

24. März 2009

Mit viel Taktgefühl und Freude am Schwof: Tanzkurs in der Musikstadt

tanzkurspaademo2

Das kennen Sie bestimmt auch: Sie kommen zu einem Fest, einem Ball vielleicht, und Sie sehen dann Paare auf dem Parkett, die tolle Tanzfiguren zeigen.  Oder Sie wollen im Urlaub das Unterhaltungsprogramm im Hotel-Resort voll genießen und beobachten neidisch, wie Tanzlustige mit tollen Drehungen und routiniertem Schwung eine „kesse Sohle“ aus Parkett legen. Jaja, die eigene Tanzstunde aus der Jugendzeit liegt mächtig lange zurück. Eigentlich wäre da jetzt eine tänzerische „Runderneuerung“ fällig, oder? Genau das haben wir – meine Frau und ich – gemacht. Und uns zu einem Tanzkurs für Erwachsene in der Musikstadt angemeldet. Das gibt es wirklich! Für Nachahmer empfohlen! Übrigens: Sonntag war Abschlussball. Zwar nicht in Sondershausen, sondern in Schlotheim. Eine tolle Sache. Und am kommenden Sonntag geht es schon weiter – Programm für Fortgeschrittene. Wieder in Sondershausen. Und neue Anfängerkurse für Erwachsene wird es hier auch geben…

tankurgrup2

So – hier ist nun unser Tanzkurs (fast vollzählig) versammelt – zum Gruppenfoto aufgestellt am Rande des Abschlussballs in der Seilerhalle in Schlotheim. Die Dame in Rot in der Mitte ist unsere Tanzlehrerin. Sie hat uns den richtigen Schwung beigebracht, so konnten wir beim Abschlussball doch recht ordentlich die meisten Tänze im mehr als fünfstündigen Programm absolvieren. Naja – ein bisschen neidisch haben wir schon auf die fortgeschrittenen Tanzpaare geschaut, die natürlich routinierter, eleganter und mit sehr viel mehr „Tanzfiguren“ auf dem Parkett glänzten. Aber wir haben uns wacker behauptet. Vor allem war es kein Stress, sondern hat richtig Spaß gemacht. Weshalb wir auch gleich mit anderen Paaren aus unserem Kurs den Fortgeschrittenenkurs anschließen.

tanzkurswirtanz3

10 Stunden umfasst so ein Grundkurs, bei dem wir eine Menge gelernt haben. Gelernt haben wir den langsamen und schnellen Blues, den langsamen Walzer, den Wiener Walzer, Discofox, Jive, Quickstep, Cha-Cha-Cha und als „Squaredance“ den Bus-Stop. Die Tanzstunden waren (und sind) immer ganz locker und leger. Übungsort war der Saal von „Juventas“ (und einmal der Gasthaussaal in Oberspier als Ausweichquartier), eine ideale Location. Der Grundkurs (immer sonntags nachmittags) geht recht schnell vorbei – leider. Und am Ende ist dann Abschlussball – mit Programm. Etwa ausgezeichneten Tanzvorführungen hochkarätiger Tanzpaare (Bild ganz vorn). Auf meiner Homepage gibt es auch eine Fotonachlese zum Kurs und zum Abschlussball.

Übrigens: Bereits am 29. März steigt der nächste Anfängerkurs in Sondershausen, auch der Fortgeschrittenenkurs. Beises sonntags im Juventas-Saal (Güntherstraße). Es soll auch noch am folgenden Montag einen weiteren Anfängerkurs für Erwachsene geben (30. März). und der Schüler-Kurs findet mittwochs statt. Wer mehr wissen möchte, der schaut einfach auf die aktualisierte Homepage unserer Tanzstunde – das ist die „Tanzschule Lindemann“, hier geht es zur Homepage. Und wer direkte Fragen hat, der ruft einfach an unter 0151-10477310. Vielleicht sehen wir uns dann ja bei einem der künftigen Tanztreffs der Tanzschule Lindemann in Nordthüringen, denn Kurse werden sowohl im Unstrut-Hainich-Kreis (Mühlhausen), in Nordhausen (Werther), Bad Frankenhausen  als auch in Sondershausen angeboten. Und weil es uns so gut gefallen hat, geben wir diesen Tipp auch weiter…

27. Dezember 2008

Major Tom alias Peter Schilling feiert unter Tage – leider nicht in der Musikstadt

petschillimerkmasc1

Vor wenigen Tagen habe ich eine Nachricht von Peter Schilling bekommen. Also von „Major Tom“, denn mit dem Titel vor allem wurde Peter Schilling ja international bekannt. Also: Peter feiert im kommenden Jahr sein Bühnenjubiläum – 25 Jahre! Das Jubiläumskonzert gibt es im Kalibergwerk unter Tage, aber nicht im Erlebnisbergwerk Sondershausen – leider – sondern im Erlebnisbergwerk in Merkers. Der Termin steht schon fest: 28. März 2009… In Merkers ist auch das vorstehende Foto entstanden. Ich habe das Bild von Peters Agentur bekommen und bin in Merkers eingeladen. Der auf dem schweren gerät im blauen Kittel ist übrigens „Major Tom“ alias Peter Schilling.

schilkrieg

Und hier lässt sich Peter Schilling (rechts) im Erlebnisbergwerk Merkers von Steiger Gunder Krieg einiges über den Kalibergbau und das kristalline Gestein unter Tage erklären. Ich habe ihm inzwischen geschrieben – mit dem Hinweis, dass ein solches Konzert auch im Erlebnisbergwerk „Glückauf“ in der Musikstadt Sondershausen auch sehr willkommen wäre.

schilbue

Aber der Termin in Merkers steht natürlich schon fest. Das Konzert am 28. März 2009 beginnt um 19.30 Uhr, Einfahrt ist ab 17.30 Uhr. Mehr infos auch im MySpace-Blog oder im Backstage-Blog.  Um die Karten muss man sich aber frühzeitig bemühen, denn die sind begrenzt.  Eine rund 100-minütige Jubiläumsshow hat Peter Schilling mit seiner Band geplant. Natürlich sollen dann all die großen Hits wie „Major Tom“, „Terra Titanic“, „Die Wüste lebt“ und auch die neueren Songs zu hören sein. Naja – vielleicht wird die Jubiäumsparty in Merkers ja so ein Erfolg, dass ein weiteres in Sondershausen unter Tage dann auch noch in Frage kommt…

Alle Jahre wieder die Abspeckkur nach Weihnachten

Weihnachten 2008 ist Geschichte. Es war ein relativ ruhiges Fest in der Musikstadt – ohne Schnee, aber zeitweise doch recht kalt.  Spektakuläres ist nicht passiert. Weshalb im TA-Lokalteil jetzt auch schon der Jahresrückblick angesagt ist. Übrigens gibt es einen kompletten Jahresrückblick für Thüringen in den Pressehäusern der Zeitungsgruppe Thüringen für nur 3,50 Euro, Abonnenten müssen sogar nur 2,50 Euro berappen. Aber man sollte sich beeilen, die begrenzte Auflage ist wohl bald vergriffen. Weihnachten waren die meisten Kirchen sehr voll – so ist es eben alle Jahre wieder.

bellemwei082

Ich habe mit der Familie aber den Weihnachtsgottesdienst in Bendeleben besucht.  Dort (Bild) war es – wie immer mangels Heizung – recht kalt. Es hat schon so kalte Weihnachtsgottesdienste in der Dorfkirche mit dem schiefen Turm gegeben, dass sich Gottesdienstbesucher sogar mit Tee und Glühwein aus der Thermoskanne versorgt haben…

Nach den Festtagen ging es heute mittag wieder ins Fitnesscenter. Dort war es dann auch richtig voll.  Es haben wohl viele über die Festtage zu viel vom Weihnachtsbraten und den Festtagsweinen genossen,  weshalb nun Abspecktage angesagt sind. Da hilft natürlich der Gang ins Fitnessstudio. Unseren Landrat Peter Hengstermann habe ich dort auch heute entdeckt, wie er fleißig seine Fitnessübungen absolvierte – alle Achtung…

gluehweia21

Unsere vorweihnachtliche Glühweinparty unter den Nachbarn im oberen Holunderweg haben wir auch noch erfolgreich und in bester Laune geschafft. Gefeiert wurde diesmal in und vor der Garage von Christine und Klaus. Wir haben alle kräftig zugelangt: Rund 50 Bratwürste und immerhin mehr als 30 Flaschen Winzerglühwein wurden verbraucht. Es gab eine kleine Weihnachtsgeschichte, die von Christine vorgelesen wurde. Und gesungen haben wir auch miteinander – Weihnachtslieder natürlich, aber auch Oldies und Schlager. Meine 12-string-Gitarre habe ich selbstverständlich zur Glühweinparty mitgenommen.  Eigentlich wollten auch noch mit  Stephanie und Dirk von „JustBrill“ zwei richtige Musikprofis aus Weimar kommen, aber sie hatten vorher einen Auftritt, es wäre dann zu spät geworden.  Sie wäre sonst gekommen, da ich ja einen Auftritt von ihnen gewonnen hatte. Naja – im kommenden Jahr wollen wir vielleicht ein kleines Straßenfest zum 10-Jährigen im Holunderweg machen, da kann ich die beiden dann ja einladen…

18. Dezember 2008

Weihnachtsmarkt in der Musikstadt

sdhweihmar081

Heute ist auf dem Markt  unterhalb des Schlosses Sondershausen der diesjährige Weihnachtsmarkt eröffnet worden. Er wird in diesem Jahr die Besucher nur vier Tage lang anlocken, angeblich rechnet sich eine längere Öffnungszeit nicht. Zum Auftakt lief es heute auch recht schleppend an. Nun ist der Markt auch nicht gerade eine Sensation, bietet nichts Besonderes. Aber er vermittelt – vor allem am späteren Nachmittag – ein wenig vorweihnachtliche Stimmung…

sdhwemakaru1

Und für die Kinder bietet er sogar ein kleines Fahrgeschäft an, ein Hauch vom Rummel gehört offensichtlich auch auf Weihnachtsmärkten dazu. Neben den üblichen weihnachtlichen Leckereien wie Glühwein, Kinderpunsch, Stollen und andere Weihnachtsbäckereien, Duftendes vom Rost etc. werden überwiegend Dinge angeboten, die irgendwie zum Fest passen oder dann verschenkt werden können. Am Wochenende wird es wohl ercht voll. Nachmittags wird zudem ein kleines Programm geboten.

weihmasdhnacht2

Abends bietet sich dann ein idyllisches Bild unterhalb des Sondershäuser Schlosses. Schnee wird es aber wohl in diesem Jahr zum Weihanchtsfest in der Musikstadt nicht geben. Unsere Glühweinparty mit der Nachbarschaft steigt aber trotzdem am 21. Dezember….

17. Dezember 2008

Sondershausen rockt vor Weihnachten

sdhrockig31

Laute Einstimmung auf das Fest mit heißer Rockmusik: Am 20. Dezember  lassen es Newcomer-Bands vor allem der  Nordthüringer Musikszene richtig krachen:   „Sondershausen Rockt III“. In der Turnhalle Großurra bei Sondershausen  werden  diesmal gleich zwei Revivalbands einheizen: Die „Flying Balconys“ aus Nordhausen haben eigene Musik und  die grossen Hits der „Red Hot Chili Peppers“ im Gepäck. 2006 gewann die Band einen regionalen Musikwettbewerb. „Crush“  aus Heyerode präsentiert sich als ehrgeizige Coverband vor allem mit Musik von „Metallica“. Als Support erleben die Rockfans  die regional  bekannten und beliebten Bands „All Time Pain“  aus Greussen, „Green Orange“ aus Ebeleben, sowie aus der Musikstadt selbst die Formationen „No Class“  und „The Seafoods“ aus Sondershausen. Einlass ist bei „Sondershausen Rockt III“ um 19 Uhr, Tickets gibt es an der Abendkasse.

1. Dezember 2008

Ein Hauch von Kaufrausch in den Advent, ein Butler und die Kunst des Service…

sdhadven8karrus11

Eine gelungene Sache: Der Sondershäuser Weihnachtsmarkt wird zwar in diesem Jahr sehr viel spärlicher ausfallen als üblich, weil er nur gerade vier Tage dauern soll,  aber der „Start in den Advent“ – ein Stadtmarketingtag – kam in der Musikstadt wirklich gut an.  Viele Geschäfte hatten am Sonntag halbtags geöffnet. Auf zwei Bühnen wurde Programm gemacht. In der Innenstadt gab es eine kleine Völkerwanderung, gerade so als würde es vor Weihnachten nun nicht mehr geben. Man traf eine Menge Leute, auch interessante. Ich zumindest stieß dort  auf  einen „Butler“, der mir nicht nur einen ausgezeichneten Whisky einschänkte, sondern mich überzeugte, dass origineller Dienstleitungsservice   ein Renner sein kann.

sdhadvemusi1

Auf zwei Bühnen wurde Programm geboten (Bild). Wer wollte und etwas Gutes fand, konnte ein Schnäppchen machen. Auch wenn einige Läden die Türen geschlossen hielt, was natürlich bei der Stadt und bei anderen geschäftsleuten nicht gerade Freude auslöste, war die Betiligung doch insgesamt ausgezeichnet. 43 Händler hatten Stände aufgeschlagen  und boten ihre Produkte an. Heidrun Heise, die Sondershäuser Marktmeisterin,  hatte jedenfalls einen guten Griff bei der Auswahl der Marktanbieter , denn die Bevölkerung strömte in hellen Scharen in die Stadt.

sdhadve8butla

In einem Schuhladen in der „Galerie am Schlossberg“ traf ich dann einen richtigen „Dienstleister“, nämlich einen Butler. Der kam  ausgrechnet aus dem „Land meiner Väter“, nämlich aus dem Raum Rinteln an der Weser. Aus jener  Ecke stammen meine Vorfahren  her, weswegen wir natürlich ins Gespräch kamen.  Der Butler – zu erreichen unter seiner Butler-Homepage – war tatsächlich die „Dienstleistungshausnummer in Person“  und bot mir prompt einen Super-Whisky an.  Nicht irgendein Schlückchen, sondern ein Whisky, den der Butler für seine Firma eigens importiert und unter einem eigenen Label vertreibt.

whiskeyadvent1

Da wurden richtig gute Tropfen ausgereicht – neben Whisky auch Sherry  oder ein besonderer Tee. Dazu gab es nach englischer Tradition das passende Gebäck.  Den Best-Butler-Service werde ich ganz bestimmt irgendwann buchen, denn der Service aus Rinteln war wirklich gut. Ich glaube, der Butler kommt demnächst nochmals in die Musikstadt, dann sollten Sie seine Dienste testen…

6. September 2008

Weinfest in der Musikstadt

Auf dem Marktplatz in Sondershausen unterhalb des Schlosses ist Weinfest angesagt. Zum Auftakt gab es Dixieland-Musik aus Weimar: „Brass up“ (Bild) spielte auf – das ist Bernd Forkel mit seiner Truppe. Eigentlich könnten es noch einige Weinstände mehr sein, aber dafür müssten die Veranstalter dann das Fest vielleicht auch noch auf den Sonntag ausdehnen. Denn für einige Winzer scheint der Aufwand zu groß, nur am Freitagabend und dann den ganzen Sonnabend den Stand offen zu halten. Obwohl bei gutem Wetter wirklich guter Umsatz läuft, wie ich von Beteiligten weiß.

Seit Jahren schon mit dabei beim Sondershäuser Weinfest ist das Weingut Gebr. Bauer aus Sponheim an der Nahe. Sponheim liegt in der Nähe von Bad Kreuznach, eine schöne Gegend. Die Weine des Weingutes Bauer wachsen auf der Großlage Rosengarten. Mit Ferdie und Mario Bauer (Bild) bin ich seit vielen Jahren befreundet, denn sie kommen auch seit beinahe 20 Jahren regelmäßig zum Goethe-Weinfest nach Weimar. Und die Weine, die bei den Bauers hergestellt sind nicht nur wirklich gut, sondern auch noch bezahlbar weil recht preiswert. Das Sortiment ist ziemlich umfassend: Riesling, Grauburgunder, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Bacchus, Ortega, Würzer und Kerner bei den Weißweinen; Dornfelder, Spätburgunder, Merlot, Blauer Portugieser und Dunkelfelder bei den Roten. Und der Winzersekt (Riesling oder Scheurebe) ist super. Einfach probieren, dafür sind Weinfeste ja da. Meine persönlichen Favoriten sind der Weißburgunder und der Grauburgunder (beide trocken) und der rassige Dunkelfelder…

Hier stoßen gerade Landrat Peter Hengstermann und dessen Frau mit meiner Frau und unserem Junior mit einem guten Bauer-Schoppen beim Sondershäuser Weinfest an. Neben den Nahe-Weinen gibt es auch Rebensäfte aus anderen Anbaugebieten. Am Sonnabend ist dann buntes Markttreiben in der Fußgängerzone angesagt. Der Werbering als Veranstalter des Weinfestes sorgt für einige Überraschungen. Am heutigen Sonnabend spiele u. a. das Polizeimusikkorps Thüringen, die Seilerstädter Musikanten, die „Salzataler“, die Formation „Spätlese“ und die „Gangsters of Paradise“.

Wermutstropfen am Rande: Die Veranstalter wurden von ortsansässigen Gastronomen bedrängt, auch Bierstände beim Weinfest zuzulassen. Das hat der Werbering mit richtigem Augenmaß mehrheitlich abgelehnt. Die Entscheidung war richtig. Denn alle Weinfest-Veranstalter wissen, dass Bierstände jedes Weinfest „kaputt machen“. Dann ist das kein Weinfest mehr, dann kreisen die Plastebecher usw.. Danke  – Heiner Groß-Klußmann und der Werbering, das habt Ihr richtig entschieden. Nun gibt es ein Bierfest eine Woche später. Ist doch gut so, dann ist die Musikstadt um eine gesellige Veranstaltung reicher und alle kommen auf ihre Kosten…

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com.