Musikstadt (music-town-blog)

6. Juli 2009

Schlossfestspiele: Sommerfrische Ohrwürmer in der Musikstadt

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Sommertheater kann so herzerfrischend sein: Mit der  feschen krachledernen Operetten-Revue „Im Weißen Rössl“ sind die  Schlossfestspiele Sondershausen erfolgreich  in die vierte Saison gestartet.  Leichte Kost, Ferienstimmung, Ohrwürmer und eine gehörige Portion Humor -  dieses Rezept ging mit Ralph Benatzkys Singspiel in der Nordthüringer Musik-  und Residenzstadt voll auf.

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Unter der musikalischen Leitung von Pit Uhden  präsentierte sich ein spielfreudiges, gut eingestimmtes und bestens  aufgelegtes Festspielensemble im Sondershäuser Schlosshof.  Die  Residenzkulisse  taugt dabei trefflich als Rahmen für das launige Lustspiel  mit den allseits bekannten Gassenhauern. Zudem spart die Festspiel-Produktion  des Theaters Nordhausen und des Loh-Orchesters Sondershausen nicht mit  originellen Gags und Überraschungen bei dem alpenländischen Rührstück.

Puschelnde Cheerleaders, ein singendes Männerballett, ein tanzende Kuh und  ein echter Bürgermeister in eben dieser Rolle – dem Sondershäuser „Rössl“  mangelt es nicht an parodistischen Zügen und persiflierenden Momenten. Wenn  sich etwa das Gerücht verbreitet „Der Kaiser kommt“, denkt man heuer  natürlich an den Beckenbauer. Kerstin Weiß (Inszenierung), Ronald Winter  (Bühne), Jutta Wörne (Choreografie)  und Elisabeth Stolze-Bley (Kostüme)  haben originelle karikierende Spitzen und Überzeichnungen in der Operette  verpackt, die einfach Spaß machen und Unterhaltung bieten.

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Gesanglich und mimisch waren die Solisten bei der Premiere gut eingestellt:
Herausragend die Weimarer Sopranistin Juliane Schenk als resolute  Rössl-Wirtin Jospeha oder der bayerische Tenor  Anton-Leiß-Huber als  „verknallter Gockel“ und Zahlkellner Leopold. Dem  Schauspieler Jens  Wassermann, gebürtiger Gothaer, war die Paraderolle des „schönen“ Sigismund  Sülzheimer geradezu leibgeschneidert. Überzeugend auch der Tenor Helmut  Kleinen als mürrischer Frabrikant Giesecke, Thomas Kohl als Kaiser, Tenor  Alec Otto als Jurist Siedler „Rechtsanwalt, aber ehrlich“, Sopranistin  Juliane Fleming als Ottilie oder Schauspielerin Vanessa Rose als lispelndes  Klärchen. Der Nordhäuser Gymnasiast Matthias Kupke gefiel in der Rolle des  Piccolo und die Erfurterin Jessika Rieck war als Jodlerin Zensi zu  vernehmen.

Der Nordhäuser Opernchor, unterstützt von ausgesuchten Chorsängern aus der  Musikstadt, die Ballettkompanie des Theaters Nordhausen und natürlich das  Loh-Orchester machten samt Solisten das Sommerfrische-Kultstück mit flotten  Tanzryhtmen, schrägen Schuhplattlern, schlagerhaften Schnulzen und pfiffigen  Pointen zu einer alles in allem feschen Revue-Operette und zu einem  unterhaltsamen Festspiel-Erlebnis. Locker-leichtes Sommertheater eben, das  aber beim Publikum stehende Ovationen auslöste und Lust auf Mehr im  kommenden Jahr mamcht. Dann gibt es bei den Thüringer Schlossfestspielen  Sondershausen Mozarts „Zauberflöte“.

Hier das Video vom Finale:

3. Mai 2009

„Willkommen im Anderswo“: Christina Rommel heute in der Musikstadt

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Heute um 17 Uhr steigt ein schönes Konzert im Carl-Schröder-Saal der Musikstadt Sondershausen: Christina Rommmel, Sängerin aus Erfurt, macht in der Musikstadt Station.

Rommel-Musik an den ungewöhnlichsten Orten in Deutschland ist schon legendär. Bergwerke, Türme, Klöster, Schlösser oder Konzerte in den Wolken – Christinas Besondere-Orte-Tour lockte unzählige Fans in die verrücktesten Ecken das Landes. „Die Tour wurde fast zum Kult und hat selbst unsere kühnsten Erwartungen übertroffen.

Mittlerweile entdeckt Christina Rommel ihre besonderen Orte aber auch in ganz Europa oder sogar in Übersee. 2007 gastierte die sympathische Sängerin zu fünf Konzerten in New York (u.a. im UN Hauptquartier und zu einem Hausboot-Konzert auf dem Hudson River) und auch 2008 auf ihrer Neuengland-Tour.

Die Thüringerin ist international unterwegs und das mit deutschen Texten und Musik aus eigener Feder. Doch bevor es auch in diesem Jahr im Juli auf USA-Tour geht, wird sie heute im Carl-Schroeder-Saal –unplugged-  in Sondershausen zu erleben  sein. Ich selbst kenne Christina von mehreren Auftritten. In den zurück liegenden Jahren habe ich die Künstlerin regelmäßig beim großen Goethe-Weinfest in Weimar auf der Bühne präsentiert, vorgestellt und interviewt. Und ich war auch bei den Präsentationen ihrer jüngsten Alben dabei. Mein Tipp: Heute das Konzert in Sondershausen nicht verpassen. Veranstaltet wird das Konzert von Fabian Fromm (Skystar Records).

31. März 2009

Major Tom rockte unter Tage – aber in Merkers statt in der Musikstadt

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Peter Schilling hat seinen Ankündigung wahr gemacht und sein großen Bühnenjubiläum unter Tage gefeiert – im Erlebnisbergwerk, in der „Welt des weißen Goldes“. Aber nicht in der Musikstadt Sondershausen, sondern in Merkers nahe Bad Salzungen. Es war ein Superkonzert von knapp 1200 Fans – und ich war dabei, von Peter eingeladen.  Ausführlich habe ich in der TLZ über das Ereignis berichtet, natürlich auch in meinem Backstage-Blog .

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Nach dem Konzert in Merkes gab  es noch ein zwangloses Treffen mit Peter Schilling (Mitte), seiner Band und seinem Team. Mit dabei war auch der Steiger des Erlebnisbergwerkes Merkers, Gunder Krieg. Leider haben wir im Erlebnisbergwerk Glückauf in Sondershausen ja nicht so eine riesige kathedralenartige Halle wie in Merkers. Schade, denn dann könnte man das Konzert mit „Major Tom“ dort auch durchführen. Aber die Location ist zu klein. Kleiner Trost: Vielleicht kommt Peter Schilling mit Band im Herbst zur großen „Traumzeit“ der Zeitungsgruppe Thüringen  in die Erfurter Messehalle. Die Kulisse von knapp 12000 Fans wäre ein toller Rahmen für „Terra Titanic“ und Co.. Ich bin jedenfalls schon dran, das klar zu machen.

27. Dezember 2008

Major Tom alias Peter Schilling feiert unter Tage – leider nicht in der Musikstadt

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Vor wenigen Tagen habe ich eine Nachricht von Peter Schilling bekommen. Also von „Major Tom“, denn mit dem Titel vor allem wurde Peter Schilling ja international bekannt. Also: Peter feiert im kommenden Jahr sein Bühnenjubiläum – 25 Jahre! Das Jubiläumskonzert gibt es im Kalibergwerk unter Tage, aber nicht im Erlebnisbergwerk Sondershausen – leider – sondern im Erlebnisbergwerk in Merkers. Der Termin steht schon fest: 28. März 2009… In Merkers ist auch das vorstehende Foto entstanden. Ich habe das Bild von Peters Agentur bekommen und bin in Merkers eingeladen. Der auf dem schweren gerät im blauen Kittel ist übrigens „Major Tom“ alias Peter Schilling.

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Und hier lässt sich Peter Schilling (rechts) im Erlebnisbergwerk Merkers von Steiger Gunder Krieg einiges über den Kalibergbau und das kristalline Gestein unter Tage erklären. Ich habe ihm inzwischen geschrieben – mit dem Hinweis, dass ein solches Konzert auch im Erlebnisbergwerk „Glückauf“ in der Musikstadt Sondershausen auch sehr willkommen wäre.

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Aber der Termin in Merkers steht natürlich schon fest. Das Konzert am 28. März 2009 beginnt um 19.30 Uhr, Einfahrt ist ab 17.30 Uhr. Mehr infos auch im MySpace-Blog oder im Backstage-Blog.  Um die Karten muss man sich aber frühzeitig bemühen, denn die sind begrenzt.  Eine rund 100-minütige Jubiläumsshow hat Peter Schilling mit seiner Band geplant. Natürlich sollen dann all die großen Hits wie „Major Tom“, „Terra Titanic“, „Die Wüste lebt“ und auch die neueren Songs zu hören sein. Naja – vielleicht wird die Jubiäumsparty in Merkers ja so ein Erfolg, dass ein weiteres in Sondershausen unter Tage dann auch noch in Frage kommt…

5. September 2008

Fabian Fromm – der E-Klasse-Geiger beim Goethe-Weinfest

Das war ein toller Auftritt: Fabian Fromm, der exzellente Unterhalter aus Sondershausen  mit der Geige – oder besser – mit der E-Geige war beim diesjährigen Goethe-Weinfest der „Thüringischen Landeszeitung“ in Weimar mit dabei, hat dort seine „musikalische Visitenkarte“ präsentiert und vom Publikum dafür viel Beifall erhalten.

Mehr über das große Goethe-Weinfest der TLZ in Weimar gibt es auf der Zeitungs-Homepage der TLZ in einem Spezial unter www.goethe-weinfest.de Und was dort so alles passiert ist, gibt es  im Backstage-Blog als Nachlese in mehreren Folgen dokumentiert. Fabian Fromm hatte ich selbst nach Weimar eingeladen, um ihn dort musikalisch  zu präsentieren.

Der Sondershäuser Geigenspieler der E-Klasse überzeugte in Weimar mit einem großen musikalischen Querschnitt zwischen Klassikern, Evergreens, Schunkelunterhaltung, Schlager, Rock und Pop. Und natürlich wurde Fabian auch als Person vorgestellt, über seinen musikalischen Werdegang und die bisherigen künstlerischen Erfolge berichtet. Der Auftritt war im besten Sinne ein Gruß aus der Musikstadt zum Weinfest. In Sondershausen ist nun an diesem Wochenende  (5. und 6. September) Weinfest angesagt. Vielleicht trifft man sich dort ja…

10. August 2008

Serenata Española – bei der TLZ gibt es Tickets zu gewinnen

Am Mittwoch, 13. August 2008, 20 Uhr ist das Duo Ariana Burstein (Violoncello) & Roberto Legnani (Gitarre) in Sondershausen im Carl-Schroeder-Saal zu Gast. Ein wahrhaft hochkarätiges Konzert, wie Musikkenner wissen. Übrigens verlost die TLZ an diesem Wochenende Freikarten für das Konzert. Wer Interesse an Tickets hat, der muss sich mit einer E-Mail an die TLZ wenden mit dem Kennwort Espanola und der eigenen Adresse an gewinnspiele@tlz.de

Aber Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf ja ganz normal in der Sondershausen-Information und an der Abendkasse ab 19.30 Uhr. Das neue Tournee-Programm 2008 Serenata Española beinhaltet brillante Meisterwerke für Violoncello und Gitarre und führt auf eine musikalische Zeitreise durch Spanien vom maurischen Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert: spanische Musik, mit ihren fließenden Grenzen zwischen abendländischer, orientalischer und jüdischer Kultur. Darunter befinden sich ebenso Werke von Komponisten wie Isaac Albéniz, Enrique Granados oder Pablo de Sarasate, die auf die spanische Musiktradition zurückgegriffen und sie mit der Kunstmusik meisterlich verbunden haben. Die Gitarre, das spanischste aller Instrumente, übernimmt in diesem Konzert zugleich den Part des Orchesters wie den des Solisten.

Ariana Burstein profilierte sich als Preisträgerin bei internationalen Wettbewerben und konzertierte in verschiedenen Kammermusik-Ensembles. Die Virtuosin überzeugt mit barocken Werken ebenso wie mit dem Tanz ihrer lateinamerikanischen Heimat, dem Tango. Bravourös zeigt sie die enorme stilistische und emotionale Bandbreite des Cellos.

Roberto Legnani hat sich durch sein exzellentes Gitarrenspiel während zahlreicher Tourneen im In- und Ausland einen Namen als Gitarrenvirtuose gemacht. Seine Interpretationen zeugen von einer starken Künstlerpersönlichkeit. Gemeinsame Auftritte mit der weltberühmten Chansonsängerin Belina bilden eine weitere Facette seiner musikalischen Vielfältigkeit.

Das Duo Ariana Burstein & Roberto Legnani war das erste Ensemble, das die ungewöhnlich aparte Kombination Violoncello und Gitarre im Konzertleben etabliert hat. Dieser kulturelle Einsatz wurde bereits zweimal vom deutschen Bundespräsidialamt gewürdigt. Die beiden Musiker spielen preisgekrönte Instrumente: Das von Wilhelm Brückner gebaute Violoncello und die Hopf-Gitarre La Portentosa sind Zeugnisse hoher deutscher Instrumentenbaukunst

6. August 2008

Markus L. Frank ist neuer GMD des Lohorchesters

Als stellvertretender GMD und 1.Kapellmeister am Anhaltischen Theater ist Markus L. Frank noch für einige Wochen in Dessau gebunden, doch pünktlich zu Beginn der Spielzeit 2008/09 wird der neue Generalmusikdirektor des Theaters Nordhausen / Loh-Orchesters Sondershausen sich in Nordthüringen seiner neuen Herausforderung stellen. Kürzlich wurde der Nachfolger von Hiroaki Masuda durch Intendant Lars Tietje in seiner neuen Wirkungsstätte, dem „Haus der Kunst“ in der Musikstadt Sondershausen vorgestellt. Der neue Chefdirigent brachte auch gleich Konzertspielplan für die nächste Saison mit, die am 11. Oktober mit dem Sinfoniekonzert mit Brahms und Bartók eröffnet wird. Den Konzerten des Loh-Orchesters werden künftig Themen vorangestellt, so kann sich das Publikum von vornherein auf die jeweilige „Stimmung“ einstimmen. Wohlwissend dass es nicht leicht sei, in die „Fussstapfen“ seines sehr beliebten Vorgängers Masuda zu treten, wolle er sich mit dem Orchester „zusammenraufen“ und gemeinsam wolle man dann an den Stücken wachsen, kündigte Frank gestern an. Das Loh-Orchester kennt der gebürtige Württemberger aus Schwäbisch Hall bereits, denn in den neunziger Jahren bestritt er als Solist und Hornist ein Neujahrskonzert in der Musikstadt, und vor einigen Monaten dirigierte er das Ensemble.
Frank studierte an der Musikhochschule in Detmold, war überaus erfolgreicher Hornist bei internationalen Wettbewerben und schließlich beim NDR-Symphonieorchester in Hamburg engagiert. Doch er wollte mehr, absolvierte sein Dirigierstudium bei Prof. Seibel in der Hansestadt mit Auszecihnung, kam über die Oper Kiel schließlich nach Dessau. Einen Namen hat er sich auch durch zahlreiche Gastverpflichtungen etwa an der Staatsoper Hannover oder der Deutschen Oper Berlin gemacht. Mit dem Lohorchester Sondershausen möchte er künftig unterschiedliche Klangstile erfolgreich erarbeiten und gestalten. Die kontinuierliche Arbeit mit dem Orchester sei eine große Herausforderung, die in reize. Und über seine Kontakte zu verschiedenen bekannten Solisten wolle er einige davon auch für Konzertein Nordhausen und Sondershausen gewinnen, kündigte Frank an, der sich unter mehr als 100 Bewerbern für die GMD-Stelle in einem Auswahlverfahren profiliert und durchgesetzt hatte. Im Musiktheater und Konzertwesen setzt der verheiratete Familienvater und passionierte Hobbykoch besonders auf die Jugend, will – wie schon in Dessau – Workshops mit Schülern und Lehrern organiseren, um junge Menschen für dieses Musikszene zu begeistern.

Dem Publikum wird sich Markus L. Frank in der neuen Position erstmals in der festlichen Operngala zum Spielzeitbeginn am 5. September im Achteckhaus Sondershausen und am 6. September im Theater Nordhausen vorstellen. Außerdem wird er in der Spielzeit 2008/2009 die musikalische Leitung der Opern „Hoffmanns Erzählungen“ (Premiere am 26. September 2009) und „Don Giovanni“ (Premiere am 15. Mai 2009) sowie des Balletts „Romeo und Julia“ (Premiere am 24. Oktober 2008) übernehmen. Die Konzertsaison des Loh-Orchesters wird er am 11. und 12. Oktober 2008 mit Johannes Brahms’ Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll, op. 15, und Béla Bartóks Konzert für Orchester eröffnen.

2. Juni 2008

Hitparade unterwegs: Viel Gefühlvolles und fetziger Rock

Über der Musikstadt Sondershausen drohte ein anrückendes Gewitter das abendliche Unterhaltungs-Event beim 7. Residenzfest zu verhageln. Ein paar Blitze zuckten, ein kurzes Schauer – doch die zahlreich erschienenen Fans auf dem Marktplatz ließen sich nicht abschrecken. So knapp 3000 sollen es gewesen sein, berichtet heute die Lokalzeitung. Es wurde dann auch ein toller unterhaltsamer Hitparaden-Abend im Rahmen des Residenzfestes.

Beliebte Künstler gaben bei „Hitparade unterwegs“ von MDR 1 Radio Thüringen musikalisch ihre Visitenkarten ab. Uta Bresan und Olaf Berger etwa. Die beiden sorgten gleich zu Beginn des Programms für viel Stimmung. Sie sind halt überaus beliebt, hatten deshalb auch in der Musikstadt ein regelrechtes Heimspiel, was die Publikumsgunst betraf. Beide Interpreten mussten aber noch am gleichen Abend weiter nach Mainz, hatten deshalb nicht allzu viel Zeit. Doch für einige ihrer Erfolgshits und ein paar Autogramme für die Fans reichte es allemal. Schön war, dass sich in Sondershausen auch Interpreten vorstellten, die man in Thüringen nicht so häufig sieht. Etwa Christian Lais, Gilbert aus Österreich, oder Allessa, die ebenfalls in der Alpenrepublik zu Hause ist.

Oder Sunnyboy Jens Bogner, der wie die anderen Künstler auch nach dem Auftritt viele Autogramme geben musste (Bild). Jens Bogner, das war zu spüren, bringt wohl ganz bewusst einen Hauch von “Howi” auf die Bühne. Der Marbacher hat ja auch vor einigen Jahren vor allem mit Titel von Howard Carpendale und Udo Jürgens seine Bühnenkarriere begonnen, inzwischen natürlich längst eigene Hits in den deutschen Charts gelandet wie etwa “Bring Lisa mit” oder seine mystische Geschichte von “Castle Green”, die er übrigens selbst geschrieben hat.
Als Italienerin wird Allessa oft fälschlicherweise gehandelt, denn die Newcomerin im Schlagergeschäft kommt tatsächlich aus Graz in Österreich. Sie hat in ihrem Heimatland schon einige Erfolge erzielt, war als Leadsängerinn mit mehreren Livebands auf Tour, etwa mit der Italo-Pop-Band “Rapublic” oder mit “Real Instinct”. Seit knapp zwei Jahren ist Allessa aber auch solo im Schlagergeschäft unterwegs,, seit dem Hernbst vergangenen Jahres gibt es auch in Deutschland ihr Debütalbum “Samstag Nacht”. Einige Songs davon, von denen sie auch welche selbst geschrieben hat, stellte sie beim Residenzfest in Sondershausen vor.

“Liebe Laster Leidenschaft” steht für Gilbert (Bild). Der gebürtige Innsbrucker, der aber seit seiner Jugend im Tiroler Ötztal zu Hause ist, wurde bei “Hitparade unterwegs” von den Fans vor allem mit seinen gefühlvollen Songs gefeiert. Während sich der sympathische Sänger, der übrigens auch staatlich geprüfter Bergführer , Ski- und Snowboardlehrer ist, damit in den Pop-Schlager-Reigen auch der anderen Hitparaden-Künstler einreihte, war es dann die gebürtige Erfurterin Petra Zieger, die mit einer ganz anderen musikalischen Gangart das Schlager-Publikum auf dem Sondershäuser Marktplatz “aufmischte”.

Und Petra Zieger (Bild) war natürlich beim Hitparaden-Ereignis des Sondershäuser Residenzfestes ein musikalisches Erlebnis. Sie war zwar die letzte Interpretin des vierstündigen Hitparaden-Programms, doch die Fans harrten aus und feierten die „Superfrau“. Diesen Titel brachte die Rocklady natürlich zu Gehör, aber auch so Kulthits wie „Traumzeit“ oder „Katzen bei Nacht“. Und schließlich Songs vom jüngsten Album „Nimm mich“.

Bis sie ihren späten Auftritt hatte, nutzte Petra backstage die Gelegenheit, um mit ihrem Mann Peter Taudte hinter der Bühne einige Freunde und Bekannte zu treffen, wie etwa die Peters aus Nordhausen von der Nordthüringer Autohaus-Gruppe Peter. Petra Zieger hat ja schon 1996 einen Sponsorvertrag von Mercedes bekommen. Und mit ihrem Mercedes-Cabrio waren Petra und Peter natürlich in die Musikstadt gekommen. Allerdings erst ziemlich spät am Nachmittag. Ich hatte die beiden ja zum Kaffee zu uns nach Hause eingeladen, aber zeitlich wurde daraus dann nichts mehr. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben…

Petra Zieger und Peter Taudte sowie die übrigen Musiker der Band werden ja in den nächsten Wochen noch in Thüringen live zu erleben sein. Am 13. Juni gastieren sie nämlich abends beim Rolandsfest in Nordhausen. Am 15. Juni sind sie beim Erfurter Krämerbrückenfest ab 14 Uhr zu erleben, und dann noch am 24. August auf der Erfurter ega. Diese Gastspiele sind allesamt Konzerte im Rahmen der großen Jubiläumstour. Und viele Besucher auf dem Sondershäuser Marktplatz waren sich beim Residenzfest einig – die Gastspiele von Petra Zieger und ihrer Band lassen sie sich nicht entgehen, so toll war die rockig-fetzende Stimmung…

31. Mai 2008

Ostdeutschlands Rocklady Petra Zieger heute beim Residenzfest

HITPARADE UNTERWEGS: Bekannte Interpreten der deutschen Musikszene geben sich heute beim Sondershäuser Residenzfest ein Stelldichein. Wie mir Werner Dieste, Direktor des MDR-Landesfunkhauses Thüringen in Erfurt, gestern beim Landespresseball im Kaisersaal der Landeshauptstadt verraten hat, ist das in diesem Jahr das einzige MDR-Event von „Hitparade unterwegs“. Mit dabei sind Gilbert, Olaf Berger, Allessa, Jens Bogner, Uta Bresan, Christian Lais und – Ostdeutschlands Rocklady Petra Zieger!

Heute mittag habe ich noch mit Petra Zieger telefoniert. Das vorstehende Bild zeigt die aus Erfurt stammende Rocklady mit mir gemeinsam beim großen „Traumzeit“-Event der Zeitungsgruppe Thüringen im vergangenen Herbst in der Erfurter Messehalle. Seit einigen Jahren macht Petra nämlich bei der Traumzeit mit ihrem bekannten Titel aus DDR-Zeiten „Traumzeit angesagt“ traditionell das Opening. Und seit einigen Jahren kenne ich Petra und ihren Mann Peter Taudte auch ganz persönlich, freue mich deshalb heute auf das Wiedersehen mit den beiden auf dem Sondershäuser Marktplatz.

Heute mittag habe ich sie noch auf einen Kaffee zu mir nach Hause eingeladen, aber daraus wird wohl nicht, denn Petra und Peter besuchen heute noch ihre Verwandtschaft in Erfurt und Weimar. Soundcheck soll dann gegen 19 Uhr sein, da bleibt wohl wenig Zeit zwischendurch. Wir werden dann heute abend gemütlich ein Glas Wein genießen, denn Petra Zieger wird erst spät auf die Bühne kommen und dann das Publikum der Musikstadt richtig rocken…

Hoffentlich hält das Wetter. Heute mittag konnte ich noch locker eine schöne Cabrio-Runde durch die Musikstadt „drehen“, aber dann zogen Wolken auf. Es „riecht“ nach bevorstehendem Wolkenbruch und Gewitter. Aber vielleicht haben wir ja Glück. Vielleicht einige Dinge über die ostdeutsche Rocklady zur Erinnerung:

Schon 1981 geann Petra Zieger in Dresden den 2. Preis beim „Goldenen Ratshausmann“, hatte ein Jahr später ihren ersten Fernsehauftritt mit Band und ihrem Hit „Schmusen auf dem Flur“. 1984 war dann ein ganz starkes Jahr in der damals noch jungen Karriere. In Bratislava wurde Petra Grand Prix-Siegerin bei der „Goldenen Lyra“ mit dem Hit „Der Himmel schweigt“. Im gleichen Jahr brachte sie aber auch noch die Top-Hits „Traumzeit“ und „Superfrau“ auf den Markt.

Es folgten dann weitere Erfolge, etwa der Grand Prix in Bregenz. Und es erschienen tolle Hits wie „Das Eis taut“, „Übermut“, „Emotions“, „Zu jung“ oder „Fünf Minuten bleiben uns“. Es kam die Wende – und 1990 war Petra Zieger bbeim Freedom-Festival zum amerikanischen Nationalfeiertag und zum Geburtstag von Philadelphia dabei, sang vor sage und schreibe einer halben Million Menschen – ein Wahnsinn…

In den neunziger Jahren und anfangs des neuen Jahrhudnerts kamen dann neue Titel heraus, war die Rocklady immer wieder bei verschiedenen Events und auch im Fernsehen bzw. im Hörfunk präsent. 2006 brachte sie mit ihrem Mann Peter ein eigenes Label heraus und 2007 erschien das jüngste Album „Nimm mich“. Davon wird sie ganz sicher heute abend einige Titel singen – neben ihren altbekannten Hits aus DDR-Zeiten. Vielleicht sehen wir uns ja auf dem Marktplatz der Musikstadt….

28. Mai 2008

La Cenerentola will die Musikstadt erobern


In der Musikstadt Sondershausen haben jetzt die Proben für die dritten Schlossfestspiele begonnen, die vom 11. Juli bis zum 26. Juli 2008 im schönen Ambiente des Schlosshofes aufgeführt werden. Inszeniert wird in diesem Jahr die märchenhafte Oper „La Cenerentola“ („Aschenbrödel“) von Gioacchino Rossini. Auch im dritten Jahr des sehr beliebten Sommerereignisses setzen die Stadt als Gastgeber und das Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen als Veranstalter auf hochkarätige Nachwuchstalente, überwiegend Absolventen deutschsprachiger Musikhochschulen. Mehr als 200 Bewerbungen gab es für die einfach zu besetzenden sieben Partien. Mehr als siebzig junge Künstler mussten sich persönlich beim Vorsingen vorstellen. Nun ist die Auslese in der Musikstadt gegenwärtig, hat in dieser Woche die Probenarbeit aufgenommen.

Karita Jungar (Bild) etwa hat am ersten Probentag vorsorglich die Schuhe probiert, denn die junge Künstlerin aus Basel (Schweiz) wird die Rolle der Angelina, des „Aschenbrödels“, verkörpern und interpretieren. Unter der Regie von Holger Pototzki und der musikalischen Leitung von Frank Obermair werden die „gecasteten“ Talente – eigentlich mag man im Theater Sondershausen / Loh-Orchester Sondershausen den Begriff „Casting“ nicht so heftig, obwohl er natürlich auf „Neu-Deutsch“ das Auswahlverfahren auch beschreibt und keineswegs abwertet – nun bis zur Premiere eifrig die komplette Opernproduktion erarbeiten. Es wird wohl ein hartes Stück Arbeit, denn wie Intendant Lars Tietje zu Beginn der Probenarbeit einräumte, ist die Rossini-Oper für die jungen Künstler eine mutige Herausforderung. Sehr schöne und flexible Stimmen seien nötig, um das „Aschenbrödel“ überzeugend auf die Bühne zu bringen.

Von den sieben Sängerinnen und Sängern sind nach meinem Wissensstand keine aus Thüringen. Sie kommen aus verschiedenen Ländern, etwa aus Finnland und der Schweiz, aber auch aus Berlin, München oder Frankfurt, zumindest, was ihre Musikhochschul-Heimat betrifft. Kost und Logis haben diese Nachwuchskünstler bis zum Ende der Festspiele in Sondershausen frei, sind in einem Gästehaus der Musikstadt untergebracht, bekommen lediglich ein „Taschengeld“, können sich neben der Opernproduktion aber in Workshops auf ihre weitere Bühnenkarriere vorbereiten und ansonsten den Aufenthalt in der Musikstadt genießen.

Hier zur Besetzung und zu den Verantwortlichkeiten des Festspielensembles. Frank Olle ist für die Bühne zuständig, Elisabeth Stolze-Bley für die Kostüme. Anne-Kristin Schmidt obliegt die Organisationsleitung, außerdem sind mit „im Boot“: Johannes Merkle (Korrepetition / musikalische Assistenz), Christine Bossert und Anne Uthleb (Regieassistenz /Inspizienz). Und Lars Tietje ist als Intendant des veranstaltenden Theaters Nordhausen / Loh-Orchesters Sondershausen ohnehin in der Gesamtverantwortung..

Nicht zu vergessen aber die Nachwuchstalente, die nun ihre Partien einstudieren müssen und dann ab Mitte Juli hoffentlich im Schlosshof begeistern: Karol Cieplucha (Don Ramiro, Prinz von Salerno – im Bild oben wird er gerade vermessen), Robert Christian Merwald (als Diener Dandini), Armin Friedman (Baron Don Magnifico), Sandra Spiess (Clorinda), Katharina Heiligtag (Tisbe), Sebastian Campione (Alidoro, Philosoph und Lehrer des Prinzen) sowie Karita Jungar als Stieftochter Angelina und somit als „Aschenbrödel“..

Im schönen Ambiente des Sondershäuser Schlosshofes werden die Open-Air-Aufführungen der Rossini-Oper ab 11. Juli 2008 zu sehen und zu hören sein.

Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer und Intendant Lars Tietje begrüßten zum Probenauftakt das Festspielensemble, das sich nun finden muss, profilieren soll. Schließlich gilt es in Sondershausen, an eine langjährige Musiktradition anzuknüpfen. Gleich an diesem Wochenende können übrigens die Sängerinnen und Sänger die Nordthüringer Kreisstadt mit der Musik- und Bergbautradition etwas von der angenehmen Seite näher kennenlernen, ohne sich dabei schon selbst profilieren zu müssen – vom 30. Mai bis zum 1. Juni wird in Sondershausen das Residenzfest gefeiert. Es ist das siebte, sieben Nachwuchstalente bereits sich auf ihre Partien im „Aschenbrödel“ vor und die Sieben ist eine Glückszahl, wenn das nicht günstige Aussichten sind…..

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